Forschung + Innovation
Tumorbehandlung der Gebärmutter ohne OP möglich

Gutartige Tumore der Gebärmutter können nach Angaben der Berliner Charité erstmals ohne Operation entfernt werden. Die Charité-Klinik für Strahlenkunde testete die Zerstörung der so genannten Myome erfolgreich mit intensivem Ultraschall.

dpa BERLIN. Gutartige Tumore der Gebärmutter können nach Angaben der Berliner Charité erstmals ohne Operation entfernt werden. Die Charité-Klinik für Strahlenkunde testete die Zerstörung der so genannten Myome erfolgreich mit intensivem Ultraschall.

Nach Studien in sechs weiteren Ländern sei diese unblutige und narbenlose Behandlungsmethode nun weltweit zugelassen worden, teilte die Charité am Montag mit. Die beteiligten Ärzte werteten die Behandlung als großen medizinischen Fortschritt.

Bei der Ultraschall-Behandlung wird ein gutartiger Tumor durch hohe Temperaturen von bis zu 80 Grad Celsius langsam abgeschmolzen. Die Schallwellen werden dabei gezielt von außen durch die Bauchdecke gelenkt und zerstören nach und nach das Gewebe des Myoms. Der Patient spüre bei der Behandlung nichts, die Tumore können ambulant und ohne Narkose entfernt werden, teilte die Charité weiter mit. Nach Angaben der Klinik leidet rund ein Viertel aller Frauen unter Myomen, die Schmerzen verursachen. Bisher sei zur Entfernung eine Operation mit mehreren Tagen Krankenhausaufenthalt nötig gewesen.

An der Charité wurden während der Testphase 50 Patientinnen behandelt. Bei 20 Frauen stehen die ersten Langzeitergebnisse bereits fest. Ihre Beschwerden hätten sich innerhalb eines Jahres deutlich gebessert, hieß es. Die Ultraschall-Methode sei besonders für junge Patientinnen mit Kinderwunsch geeignet. Noch würden die Kosten allerdings nicht von den Krankenkassen übernommen.

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