Forschung + Innovation
Übertragung tierischer Organe auf den Menschen im Test

Das Übertragen tierischer Gewebe und Organe auf den Menschen wird zunehmend in klinischen Untersuchungen erprobt. Weltweit seien mittlerweile mehr als 200 Patienten versuchsweise mit Schweinezellen behandelt worden.

dpa BERLIN. Das Übertragen tierischer Gewebe und Organe auf den Menschen wird zunehmend in klinischen Untersuchungen erprobt. Weltweit seien mittlerweile mehr als 200 Patienten versuchsweise mit Schweinezellen behandelt worden.

Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag in Berlin anlässlich eines Symposiums zur so genannten Xenotransplantation mit (xeno heißt fremd). Außer Insulin produzierenden Inselzellen für Diabetiker sei auch Schweinehaut auf Patienten mit gravierenden Brandverletzungen transplantiert worden.

Trotz der Fortschritte seien weitere Untersuchungen nötig, sagte RKI-Präsident Reinhard Kurth und bremste damit allzu große Hoffnungen. Ein großes Problem sei es, die Abstoßungsreaktion des menschlichen Immunsystems zu kontrollieren. Diese müsse besser beherrscht werden. Zudem gelte es Wege zu finden, die mögliche Übertragung von Krankheitserregern aus den Tierorganen auf den Menschen auszuschließen.

Weltweit hoffen Patienten und Mediziner, den Mangel an menschlichen Spenderorganen eines Tages durch Organe aus Tieren zu lindern. Dabei werden Schweine von den Xenotransplantations-Medizinern bevorzugt, weil ihr Stoffwechsel dem des Menschen weitgehend gleicht. Zudem wären sie als Organlieferanten preisgünstig zu züchten.

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