Umsatzhoffnung der Branche erfüllte sich bisher nicht
Ärzte setzen künstliches Gewebe nur selten ein

Als es forschende Unternehmen noch leicht fiel, sich das Geld für Forschungsprojekte an der Börse zu holen, galt das Stichwort „Tissue Engineering“ als Türöffner.

HB FRANKFURT. Der von winzigen Firmen wie Biotissue oder Co.don versprochene Traum vom verletzten Knie, das sich dank künstlichen Knorpelgewebes selbst regeneriert, ist auch für Laien nachvollziehbar. Doch während Anleger dankbar zugriffen, legen Ärzte mehr Zurückhaltung an den Tag, ergab eine eine gestern veröffentlichte Studie des Fraunhofer Instituts.

Zwischen den Prognosen der Analysten und den tatsächlichen Geschäften der Branche liegen Welten. Die Experten der Landesbank Baden-Württemberg etwa bezifferten das Marktpotenzial für künstliche Knorpel einst auf 6,5 Mrd. Euro im Jahr, der Fraunhofer-Studie zufolge summieren sich die gegenwärtigen Jahresumsätze aller Unternehmen der Branche auf gerade mal 60 Mill. Euro.

Diese Diskrepanz resultiert nach Einschätzung der Studienleiterin Bärbel Hüsing daraus, dass die finanzmarkt orientierten Experten oft alle potenziellen Anwendungen der innovativen Technologie in ihre Prognosen einbezögen: „Für die meisten Anwendungen ist jedoch kein marktfähiges Produkt in Sicht.“

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