Umwelt: Arbeiten an unterirdischem CO2-Speicher starten

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Arbeiten an unterirdischem CO2-Speicher starten

In Ketzin bei Potsdam haben am Dienstag die Arbeiten an einem unterirdischen Kohlendioxidspeicher für Treibhausgase aus Kraftwerken begonnen.

dpa POTSDAM/KETZIN. In Ketzin bei Potsdam haben am Dienstag die Arbeiten an einem unterirdischen Kohlendioxidspeicher für Treibhausgase aus Kraftwerken begonnen. Für das experimentelle Projekt des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ) werden in den nächsten zwei Jahren drei Bohrlöcher in 700 bis 800 Meter Tiefe getrieben.

Dies teilte das GFZ zum Bohrbeginn mit. In eine der drei Bohrungen sollen 60 000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) gepumpt werden, in den übrigen soll das Verhalten des klimaschädigenden Treibhausgases unter der Erde getestet werden. CO2 entsteht bei der Verbrennung der fossilen Energieträger Erdöl, Erdgas und Kohle.

„In dieser ergebnisoffenen Untersuchung wollen wir auch die Kosten und die Formen der Umsetzung prüfen“, sagte der GFZ-Vorsitzende Rolf Emmermann. Finanziert wird das 35-Millionen-Euro-Projekt von der Europäischen Union, dem Bund und verschiedenen Unternehmen. An dem Forschungsvorhaben sind 18 Partner aus neun Länder beteiligt. Umweltverbände beurteilen die Chancen der unterirdischen Treibhausgaslagerung kritisch. „Man sollte die enormen Investitionen in die Lagerung besser in erneuerbare Energien stecken“, sagte Klimaexperte Matthias Seiche vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund).

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