Umwelt
EU und Japan wollen weniger Roten Tunfisch fangen

Angesichts der dramatischen Bestandsrückgänge beim Tunfisch wollen die Europäische Union sowie Japan ihre Fangquoten für den Roten Tunfisch im Mittelmeer und dem Atlantik reduzieren.

dpa TOKIO. Angesichts der dramatischen Bestandsrückgänge beim Tunfisch wollen die Europäische Union sowie Japan ihre Fangquoten für den Roten Tunfisch im Mittelmeer und dem Atlantik reduzieren.

Bei einer Sondersitzung der zuständigen „Kommission zum Schutz des Atlantischen Tunfisch“ (Iccat) in Tokio kündigte die Europäische Union als größter Beteiligter in der Region am Mittwoch laut japanischen Medien an, ihre Fänge zum Jahr 2010 um 20,75 Prozent auf 14 504 Tonnen zu verringern - nach 18 301 Tonnen im Jahr 2006. Japan als weltweit größter Tunfischkonsument will zudem seine Fänge in der Region um 23 Prozent im Vergleich zu 2006 auf 2 175 Tonnen senken.

Tunfische zählen laut einer Studie der Umweltstiftung WWF zu den am stärksten überfischten Arten der Weltmeere. So sei der Bestand des Roten Tuns im Indischen Ozean bereits um 90 Prozent geschrumpft. Ähnlich alarmierend sei die Lage im Mittelmeer. Erst vor wenigen Tagen war eine Konferenz zum Schutz des Tunfischs in Kobe ohne konkrete Ergebnisse geblieben. Der WWF hoffte auf die Sondersitzung der Iccat zum Roten Tunfisch und insbesondere auf ein Einsehen der EU. So hatte die Umweltstiftung im Vorfeld der Sitzung in Tokio eine deutliche Senkung der Fangquote auf unter 15 000 Tonnen und ein völliges Fangverbot während der Laichzeit im Juni gefordert.

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