Umwelt
Experiment mit „CO2-Falle“ unter der Erde

Der französische Ölkonzern Total will mit der dauerhaften Lagerung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) im Untergrund experimentieren.

dpa PARIS. Der französische Ölkonzern Total will mit der dauerhaften Lagerung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) im Untergrund experimentieren.

Aus den Abgasen eines Werkes im südfranzösischen Lacq soll das CO2 herausgefiltert und anschließend bei Pau 4 500 Meter unter der Erde in eine ausgebeutete Erdgaskammer gepumpt werden. „Das ist die Rücksendung zum Absender“, sagte Total-Umweltdirektor Jean-Michel Gires am Donnerstag in Paris.

Kritiker des Verfahrens warnen allerdings davor, dass das Gas eines Tages wieder an die Oberfläche gelangen könnte. Außerdem sei zum Abtrennen und der sicheren Lagerung über lange Zeiträume auch Energie nötig, was die Energiebilanz der Kraftwerke verschlechtere.

Derzeit laufen die Vorbereitungen, hieß es bei dem Konzern. Von November 2008 an sollen binnen zwei Jahren 150 000 Tonnen CO2 „unschädlich“ gemacht werden. Die Struktur des Untergrunds gebe „eine solide Garantie der Dauerhaftigkeit“ der Einlagerung, erklärte Total. Der Test kommt Total teuer: Je Tonne CO2 werden 60 bis 100 Euro fällig. Auf dem europäischen Markt für Emissionsrechte wird die Tonne derzeit mit 1,50 Euro gehandelt. Eine industrielle CO2-Lagerung im Untergrund erwartet Total erst nach 2020.

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