Umwelt
Fisch-Aufzug für Störe im Fluss Po

Findige Wissenschaftler in Italien haben sich jetzt einen kuriosen Mechanismus ausgedacht, um die im Fluss Po lebenden Störe zu retten: Einen Fisch-Aufzug.

dpa PIACENZA. Findige Wissenschaftler in Italien haben sich jetzt einen kuriosen Mechanismus ausgedacht, um die im Fluss Po lebenden Störe zu retten: Einen Fisch-Aufzug. Seit Jahren versuchten tausende, aus dem Meer kommende Störe ruhigere Gewässer in dem norditalienischen Fluss zu erreichen, um ihre Eier abzulegen.

Jedoch würden sie bei diesem Vorhaben vom Staudamm der Isola Serafini behindert - einer schier unüberwindbaren Barriere für die großen Fische. Jetzt hätten Experten einen Lift entwickelt, um den Höhenunterschied zu überbrücken, berichtete die Zeitung „La Repubblica“ am Sonntag.

Praktisch sieht das so aus: Die Störe, die sich vor der Mauer des Staudammes sammeln, werden kurzzeitig in einem im Wasser hängenden Käfig gefangen, der dann um 10,5 Meter angehoben wird. Anschließend werden die Tiere auf der anderen Seite des Dammes wieder in Freiheit entlassen und können ihre Eier von den Männchen befruchten lassen. „Aber wir wollen nicht nur einen Aufzug bauen, sondern mit dem System die Tiere auch aus der Nähe beobachten, um zu verstehen, was im Fluss vor sich geht“, sagten die Hydraulikingegnieure Riccardo Telò und Roberto Zermani.

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