Umwelt
Heimbetreiber heizt mit Energie aus Windeln

Der Heimbetreiber Stiftung Liebenau hat eine mit Windeln befeuerte Heizanlage entwickelt. Der Spezialofen, der am Mittwoch in Meckenbeuren am Bodensee vorgestellt wurde, verbrennt bis zu 5 000 Tonnen der gebrauchten Hygieneeinlagen im Jahr.

dpa MECKENBEUREN. Der Heimbetreiber Stiftung Liebenau hat eine mit Windeln befeuerte Heizanlage entwickelt. Der Spezialofen, der am Mittwoch in Meckenbeuren am Bodensee vorgestellt wurde, verbrennt bis zu 5 000 Tonnen der gebrauchten Hygieneeinlagen im Jahr.

Mit der entstehenden Wärme versorgt die Stiftung ihre Wäscherei und heizt Wasser auf. Die elf Meter hohe Anlage sei europaweit zum Patent angemeldet, sagte der Bauleiter der Stiftung, Marco Nauerz.

Derzeit liefern 40 Heime und Pflegeeinrichtungen Windeln, 26 davon gehören zur Stiftung. Bis Ende des Jahres soll sich die Zahl verdoppeln. Die Stiftung spart durch den Ofen Gas und Öl sowie Müllgebühren von 350 000 Euro für die Entsorgung ihrer 2,1 Mill. Windeln im Jahr.

In die von den Mitarbeitern „Windel-Willi“ genannte Verbrennungsanlage investierte sie rund drei Mill. Euro. Als langwierig und kompliziert erwies sich Nauerz zufolge die Genehmigung, da das Gesetz Windeln nicht als Brennstoff vorsieht. Gemeinsam mit einem Ofenhersteller und einem Unternehmen für Verbands- und Hygieneartikel will die Stiftung die neue Technik auch vermarkten.

Die Stiftung Liebenau ist ein Unternehmensverbund mit 4 800 Mitarbeitern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie ist im Pflege-, Behinderten- und Bildungsbereich tätig und wurde vor 135 Jahren gegründet.

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