Umwelt
Insekten haben nur wenig Probleme mit dem langen Winter

Der lang anhaltende Winter bereitet nur wenigen Insekten Probleme.

dpa BRAUNSCHWEIG. Der lang anhaltende Winter bereitet nur wenigen Insekten Probleme. „Viele Arten haben Mechanismen entwickelt, die sie auch bei kälteren Temperaturen überleben lassen“, sagte der Insektenkundler Udo Heimbach von der Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA/Braunschweig) in einem dpa-Gespräch.

Die Länge des Winters sei dabei für das Überleben weniger entscheidend. Nur extreme Tiefsttemperaturen, die es in diesem Winter kaum gab, könnten für die Insekten gefährlich werden.

„Maikäfer werden beispielsweise keinen Schaden nehmen“, sagte Heimbach. Sie überwintern als Larve in der Erde und graben sich einfach etwas tiefer ein.

Wer auf einen mückenarmen Sommer hofft, den verweist der Insektenkundler auf Skandinavien: „Dort gibt es geradezu Mückenplagen und die Winter sind dort in der Regel immer länger und kälter als unsere.“

Je nach Art der Überwinterung könnten jedoch zumindest im Frühsommer einige Insektenarten in geringerer Zahl auftreten, vermutet der Entomologe. Bei günstiger Witterung könnten sich die Bestände jedoch schnell wieder erholen.

Die Königinnen von Wespen, Hornissen und Hummeln haben es nicht ganz so leicht wie die Maikäfer, werden vermutlich aber dennoch zum großen Teil überleben. „Sie überwintern in geschützten Verstecken - auf Böden, in Kellern oder in der Baumrinde. Als wechselwarme Lebewesen kühlen Insekten ihre Körper weit runter und haben kaum noch Stoffwechsel“, erläutert Heimbach.

Die Honigbiene verlasse bei Sonnenschein den Stock immer mal wieder zum Auskoten. „Wenn sie nicht zu lange draußen bleibt, hat sie keine Probleme“, meinte Heimbach. Wenn der Frühling nicht bald einsetze, drohe Bienen allerdings ein ganz andere Gefahr: „Die Vegetation ist derzeit um etwa zwei Wochen zurück. Die Bienen brauchen aber Nahrung, um ihre neue Brut anzusetzen.“

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