Umwelt
Klimaerwärmung trifft Alpenraum besonders

Die Klimaerwärmung trifft Süddeutschland und den Alpenraum besonders stark. „In den letzten 50 Jahren war im Alpenraum mit 1,2 Grad Celsius ein doppelt so hoher Temperaturanstieg zu verzeichnen wie weltweit“, berichtete Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) am Mittwoch.

dpa GRAINAU. Die Klimaerwärmung trifft Süddeutschland und den Alpenraum besonders stark. „In den letzten 50 Jahren war im Alpenraum mit 1,2 Grad Celsius ein doppelt so hoher Temperaturanstieg zu verzeichnen wie weltweit“, berichtete Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) am Mittwoch.

Zusammen mit Experten stellte er auf der Zugspitze eine gemeinsame Initiative aller Alpenstaaten zu einem Aktionsplan für den gesamten Gebirgsraum vor.

Mit dem auf zwei Jahre angelegten Projekt sollen zunächst die Folgen der Erwärmung für alle wichtigen Bereiche wie Tourismus, Verkehr oder Landwirtschaft abgeschätzt werden. Daraus solle ein Aktionsplan für Wirtschaft, Kommunen und Staat erarbeitet werden. Insgesamt 22 Projektpartner aus allen sieben Alpenanrainerstaaten sind beteiligt. Das insgesamt 3,5 Mill. Euro teure „Climchalp“- Projekt wird je zur Hälfte von der EU und den Anrainerstaaten finanziert. Bayern übernimmt 410 000 Euro.

Die Erwärmung im Süden Deutschlands werde bis zum Ende des Jahrhunderts nach Expertenschätzungen bis zu vier Grad betragen, berichtete Schnappauf weiter. Die bayerischen Gletscher seien bereits um 70 Prozent geschrumpft. In spätestens 20 Jahren werde es nach Angaben des Ministers im Freistaat keinen Gletscher mehr geben, auch auf der Zugspitze als Deutschlands höchstem Berg werde das ewige Eis verschwunden sein.

Die Grünen warfen Schnappauf vor, den Klimaschutz vernachlässigt zu haben. „Anstatt endlich zu handeln, bietet Umweltminister Schnappauf erneut nur aufgewärmte Phrasen und öffentliche Inszenierungen“, kritisierte die bayerische Grünen-Fraktionschefin Margarete Bause. Mit Bergwaldrodungen und Schneekanonen müsse Schluss ein.

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