Umwelt
Neue Bakterien macht Rosskastanie zu schaffen

Nach der Miniermotte macht der Rosskastanie nun auch noch ein Bakterium zu schaffen. Das Bundesamt für Naturschutz warnte am Dienstag in Bonn vor dem Erreger Pseudomonas syringae.

dpa BONN. Nach der Miniermotte macht der Rosskastanie nun auch noch ein Bakterium zu schaffen. Das Bundesamt für Naturschutz warnte am Dienstag in Bonn vor dem Erreger Pseudomonas syringae.

Symptome seien lichter werdende Kronen, absterbende Äste, Risse in der Borke, blutende Stellen am Stamm sowie absterbendes Baumgewebe. Bei diesen Krankheitsbildern sollten Pflanzenexperten zu Rate gezogen werden.

In der Regel könne ein von dem Bakterium befallener Baum vorerst stehen bleiben. Das Bakterium allein führe nicht zum Absterben des Baumes, sagte ein Sprecher des Bundesamtes. Der Baum werde allerdings schwächer und anfälliger für weitere Krankheiten. Das Amt riet, abgestorbene Pflanzenteile oder gefällte Bäume an Ort und Stelle zu verbrennen oder in geschlossenen Behältern zu Entsorgungsstellen zu transportieren. Eine Kompostierung sei nur in Großanlagen zu empfehlen, da zur Eindämmung des Erregers eine Kerntemperatur von 60 Grad Celsius notwendig sei.

Historisch sei die Krankheit seit dem 3. Jahrhundert vor Christus bekannt und an Ölbäumen aufgetreten. Aktuell sei sie aber erstmals Anfang 2002 in den Niederlanden beobachtet worden. Seitdem breitet sie sich rasant aus und wurde in Frankreich, Belgien und Großbritannien gemeldet. Größere Befälle in Deutschland wurden nach Angaben des Amtes in den Grenzgebieten beobachtet.

In den vergangenen Jahren hatte die Rosskastanie schon mit der Kastanien-Miniermotte zu kämpfen gehabt. Die Miniermotte hatte sich von Mazedonien, einem Heimatland der Rosskastanie, aus über ganz Mitteleuropa verbreitet. Die Raupe des Kleinschmetterlings zerfrisst die Blätter.

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