Umwelt
Scheues Borneo-Nashorn tappt in Kamerafalle

Eines von höchstens 50 überlebenden Borneo- Nashörnern ist auf der Insel Borneo in eine Kamera-Falle von Naturschützern getappt. Damit sind zum ersten Mal Filmaufnahmen des vom Aussterben bedrohten und extrem scheuen Dickhäuters gelungen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Eines von höchstens 50 überlebenden Borneo- Nashörnern ist auf der Insel Borneo in eine Kamera-Falle von Naturschützern getappt. Damit sind zum ersten Mal Filmaufnahmen des vom Aussterben bedrohten und extrem scheuen Dickhäuters gelungen.

Dies teilte die Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) am Montag in Frankfurt am Main mit. Das nachts im Dschungel aufgenommene, zweiminütige Video zeige das Nashorn beim Fressen und beim Beschnüffeln der Kamera, die WWF-Mitarbeiter vor kurzem im malaysischen Teil von Borneo aufgestellt haben.

Die letzten Borneo-Nashörner (Dicerorhinus sumatrensis harrissoni) kommen vermutlich nur noch im malaysischen Bundesstaat Sabah im Norden der Insel vor. Die Tiere sind nach WWF-Angaben derart scheu, dass kaum ein Mensch sie je in der Wildnis gesehen hat. Im vergangenen Mai sei das erste Foto von ihnen geschossen worden, ebenfalls mit einer WWF-Kamera-Falle.

Die Tiere gehören zu einer Unterart des Sumatra-Nashorns und zählen trotz ihres Gewichts von bis zu 950 Kilogramm zu den Kleinsten aller fünf Nashornarten. Bedroht werden sie durch Wilderei, Lebensraumzerstörung und genetische Isolation. Sie lebten so weit verstreut, dass es nur wenig Chancen zu Paarung gebe, teilte der WWF Deutschland mit. Außerdem seien viele der Weibchen bereits zu alt, um Junge zu bekommen.

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