Umwelt
Starke Magneten retten Haie

Mit starken Magneten könnten Fischer nach Angaben der Umweltstiftung WWF jährlich tausende Haie vor dem Tod retten. Der unbeabsichtigte Beifang der kommerziellen Langleinen-Fischerei auf Tun- und Schwertfische könne verhindert werden, wenn solche Magneten oberhalb der Angelhaken angebracht würden.

dpa BRüSSEL. Mit starken Magneten könnten Fischer nach Angaben der Umweltstiftung WWF jährlich tausende Haie vor dem Tod retten. Der unbeabsichtigte Beifang der kommerziellen Langleinen-Fischerei auf Tun- und Schwertfische könne verhindert werden, wenn solche Magneten oberhalb der Angelhaken angebracht würden.

Manche Haiarten ließen sich durch Magnetfelder abschrecken, erläuterte der World Wide Fund for Nature (WWF) am Donnerstag in Brüssel. Das habe der Forscher Michael M. Herrmann von der US-Organisation Sharkdefence für eine entsprechende Erfindung genutzt, die im Rahmen einer internationalen Fischhandelsmesse in Brüssel den mit 25 000 Dollar (rund 19 500 Euro) ausgestatteten WWF-Preis für Fischfang-Verfahren ohne den tödlichen Beifang erhielt.

Die industrielle Fischerei setzt nach Darstellung des WWF Langleinen von mehr als 100 Kilometern Länge mit bis zu 30 000 Haken ein. Daran beißen jedoch nicht nur die gewünschten Fischarten an, sondern auch unerwünschte wie die Haie, die dann als so genannter Beifang verenden. In den vergangenen 18 Jahren sind nach WWF-Angaben manche Haibestände im Nordostatlantik um bis zu 90 Prozent zurückgegangen, darunter Hammer- und Fuchshaie. Hauptursache dafür sei der Beifang.

Den Wettbewerb „Schlaue Netze“ veranstaltet der WWF seit 2004. Den diesjährigen Gewinner hatte eine Jury von Wissenschaftlern, Fischern, Ingenieuren sowie Vertretern der Fischereiindustrie und von Umweltverbänden ausgewählt.

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