Umwelt
WWF: 2007 Schlüsseljahr für den Klimaschutz

Die Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) sieht 2007 als ein Schlüsseljahr für den Klimaschutz. Deutschland, das im nächsten Jahr die EU-Präsidentschaft und den Vorsitz in der G8-Runde der wichtigsten Industrieländer übernimmt, könne viel tun, sagte WWF-Klimaexpertin Regine Günther.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) sieht 2007 als ein Schlüsseljahr für den Klimaschutz. Deutschland, das im nächsten Jahr die EU-Präsidentschaft und den Vorsitz in der G8-Runde der wichtigsten Industrieländer übernimmt, könne viel tun, sagte WWF-Klimaexpertin Regine Günther.

Die EU müsse glaubhafter Vorreiter im Klimaschutz bleiben und sich verpflichten, den Ausstoß an Treibhausgasen bis 2020 um 30 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Von den G8-Staaten müsse ein Impuls für neue verbindliche Verhandlungen kommen. Global dürfe die Temperatur um nicht mehr als zwei Grad steigen.

„Der Klimawandel wird auch Deutschland verändern, wenn wir nicht umgehend handeln“, sagte Günther in Frankfurt. Auf lange Sicht seien häufiger extreme Wettererscheinungen wie Hitzewellen oder Unwetter zu erwarten. Brandenburg werde mehr unter Trockenheit leiden, der Baumbestand in Deutschland werde sich verändern - es werde weniger Fichten und Eichen geben.

Neues Anzeichen für den Klimawandel seien die steigenden Dezember-Temperaturen in Deutschland. Die vom Deutschen Wetterdienst erhobenen Werte zeigten zwar regionale Unterschiede, aber in der Tendenz wiesen die Kurven fast überall nach oben. In Rostock und Hamburg stiegen die Temperaturen durchschnittlich um 1,8 Grad. In Aachen, Frankfurt und Stuttgart wurde es in den vergangenen 45 Jahren im Schnitt sogar um mehr als zwei Grad wärmer. „Der Trend zeigt nach oben“, sagte Günther.

Auch die Daten für 2006 passen nach ihrer Ansicht ins Bild: Das außergewöhnlich milde Wetter des Herbstes habe sich im Dezember fortgesetzt. Die bisherigen Dezember-Tagesmittelwerte wichen in Hamburg um 5,8 Grad, in Frankfurt um 4,3 Grad und in Stuttgart um 4,8 Grad von der langjährigen Durchschnittstemperatur ab.

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