Umwelt
WWF-Studie: Gefährliche Chemikalien aus Computern in Schwertfischen

Schwertfische aus dem Mittelmeer sind nach einer Studie der Umweltstiftung WWF und der Universität Siena mit bromierten Flammschutzmitteln belastet.

dpa HAMBURG. Schwertfische aus dem Mittelmeer sind nach einer Studie der Umweltstiftung WWF und der Universität Siena mit bromierten Flammschutzmitteln belastet. Erstmals seien diese „extrem langlebigen Chemikalien“ in den begehrten Speisefischen in einer Konzentration von bis zu zwei Nanogramm pro Gramm Frischgewicht nachgewiesen werden, berichtete der WWF am Dienstag in Hamburg.

„Schwertfische sind Räuber am Ende der Nahrungskette. Die bedenklichen Ergebnisse der Studie sind ein klares Indiz für die hohe Giftbelastung des Mittelmeeres“, meint WWF-Chemikalienexpertin Karoline Schacht. Gefährliche Chemikalien aus Computern oder Fernsehern, die praktisch jeder Haushalt nutze, „finden wir nun am Ende in der Umwelt und damit auch in unserer Nahrung“. So sei auch das längst verbotene Pestizid DDT in den Schwertfischen nachgewiesen worden - in einer mittleren Konzentration von 200 Nanogramm pro Gramm Frischgewicht, sagte Schacht.

Insgesamt entnahmen die italienischen Wissenschaftler Proben von 17 Schwertfischen und testeten diese auf 28 synthetische Substanzen. Pestizide hätten sich in allen Proben befunden. „Im Mittelmeer sammelt sich der unsichtbare chemische Müll der Wohlstandsgesellschaft“, urteilte der WWF. Die neue Studie zeige einmal mehr, dass die bisherige Chemiepolitik der Europäischen Union nicht ausreiche, um die Verbreitung giftiger Chemikalien zu stoppen.

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