Umweltfreundliche Technologie
Erste Flottenversuche mit Brennstoffzellenautos

Brennstoffzellen gelten als umweltfreundlicher Antrieb der Zukunft. Jetzt beginnen im weltweiten Wettrennen die ersten großen Flottenversuche in Amerika, Europa und Japan.

wiwo DÜSSELDORF. Die ersten fünf Brennstoffzellen-Focus lieferte Ford jetzt an die kanadische Regierung aus. Deren Bedienstete sollen sie in Vancouver testen. Bis 2005 werden nach und nach 95 weitere Fahrzeuge in Betrieb genommen.

Ende dieses Jahres schickt Ford auch fünf dieser Wagen auf die Straßen von Berlin. Sie sind der Beitrag der Amerikaner zur so genannten Clean Energy Partnership, an der sich auch BMW, Daimler-Chrysler, Opel, VW, MAN sowie Energieunternehmen und das Bundesverkehrsministerium beteiligen.

Mit seinen spektakulären Aktionen heizt Ford den Wettbewerb zwischen Daimler-Chrysler, General Motors/Opel, Toyota und Honda um die Technologieführerschaft weiter an. Die Brennstoffzellen gelten als Antrieb der Zukunft: Durch die Reaktion von Wasser- und Sauerstoff entsteht Strom und als Abgas nur Wasserdampf.

Die japanischen Erzrivalen Toyota und Honda scheuten keine Kosten, um den Wettlauf um die Vermarktung und die ersten Einzelhandelskunden zu gewinnen. Als Erster kündigte Toyota im vergangenen Jahr an, Fahrzeuge mit dem ökologisch korrekten Antrieb zu verleasen. Kunde der ersten sieben Autos war das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (Meti). Der Chauffeur Kenichi Hayashi fährt regelmäßig eines der vier Toyota-FCHV-Brennstoffzellenautos. Jeden Tag kutschiert er den Geländewagen von der Peripherie der Riesenstadt ins Zentrum von Tokio. Hayashi ist begeistert. Der Wagen fahre sich genauso angenehm wie der Nissan-Dienstwagen, den er sonst benutzt, obwohl der Toyota größer und schwerer ist. „Der Hauptunterschied ist die unglaubliche Ruhe des Antriebs“, staunt er.

Testflotte für ausgewählte Kunden

Derweil zog Konkurrent Honda schnell nach, verleaste einen Brennstoffzellenwagen an das gleiche Ministerium und schockte den großen Konkurrenten Toyota mit der Nachricht, man habe die ersten Kunden in den USA gewonnen. Bedienstete der Stadtverwaltung von Los Angeles fahren seit kurzem mit fünf Elektro-Civics durch die smoggeplagte Megastadt.

Die Herausforderung aus Japan ließ wiederum die Daimler-Chrysler-Forscher nicht ruhen, die weltweit als Erste Brennstoffzellenautos erprobten. Um für sich weiter die Rolle des Pioniers reklamieren zu können, zogen die Schwaben die Präsentation ihres seriennahen, rund eine Million Euro teuren Wasserstoffmobils F-Cell auf Basis der A-Klasse kurzerhand einige Monate vor.

Doch die Testflotte, die 60 Fahrzeuge umfassen soll, liefert Daimler-Chrysler erst Ende dieses Jahres an ausgewählte Kunden aus, die die Fahrzeuge im Alltagsbetrieb nutzen sollen. Schneller geht es mit Nahververkehrsbussen vom Typ Mercedes Citaro, deren Elektromotor von einer Brennstoffzelle versorgt wird. Seit Mai rollt der erste durch Madrid. Zehn europäische Städte, neben der spanischen Metropole Amsterdam, Barcelona, Hamburg, London, Luxemburg, Porto, Reykjavik, Stockholm und Stuttgart, haben jeweils drei dieser Fahrzeuge zum Stückpreis von 1,25 Millionen Euro bestellt. Sie werden in den nächsten Monaten nach und nach ausgeliefert.

Seit Jahren investieren die großen Autohersteller viele Milliarden Euro in die Zukunftstechnik. Dass die Japaner, die relativ spät auf den Brennstoffzellenzug aufsprangen, heute einen Vorsprung haben, liegt an der massiven Unterstützung durch die japanische Regierung.

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