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Pinguinen schmilzt das Eis unter den Füßen weg

Den Pinguinen auf der Antarktischen Halbinsel schmilzt das Eis unter den Füßen weg. Das macht vor allem Kaiserpinguinen und den Adéliepinguinen zu schaffen, berichtete die Umweltstiftung WWF am Dienstag bei der Weltklimakonferenz auf Bali.

dpa NUSA DUA. Den Pinguinen auf der Antarktischen Halbinsel schmilzt das Eis unter den Füßen weg. Das macht vor allem Kaiserpinguinen und den Adéliepinguinen zu schaffen, berichtete die Umweltstiftung WWF am Dienstag bei der Weltklimakonferenz auf Bali.

Esels- und Kehlstreifpinguine haben immer mehr Probleme mit der Nahrungsmittelbeschaffung. Einige Kolonien der Kehlstreifpinguine seien schon um bis zu 60 Prozent geschrumpft, berichtete der WWF.

Andere Arten hätten sich zwar ausgebreitet, sagte Anna Reynolds vom WWF Australien. „Es gibt aber keine Nettokalkulation. Wenn von vier Arten zwei verschwinden ist das ein herber Verlust, auch wenn die anderen Arten sich ausgebreitet haben.“

Einige Regionen um die Antarktische Halbinsel erwärmen sich nach WWF-Angaben fünfmal so stark wie die Erde im Durchschnitt. Im Ozean seien die Temperaturen selbst in 3 000 Metern Tiefe gestiegen. Dadurch sei das Meereis in den vergangenen 26 Jahren vor der Halbinsel der Westantarktis um 40 Prozent zurückgegangen, berichtete der WWF. Die Halbinsel bildet einen Zipfel der Westantarktis, der südlich von Südamerika weit ins Meer ragt. Während er sich stark erwärmt, wird es in großen Regionen der Antarktis trotz der globalen Erwärmung kühler.

Mit den Veränderungen im Eis sinkt auch das Nahrungsangebot für die Pinguine. So gibt es weniger Kleinkrebse im Südpolarmeer, eines der Hauptnahrungsmittel für Esels- und Kehlstreifpinguine. „Das Leben der Pinguine ist ohnehin hart. Mit dem Klimawandel wird das Überleben für viele Tiere noch einmal härter“, sagte Volker Homes vom WWF Deutschland. Die Kaiserpinguine müssen ihre Jungen zudem auf immer dünnerem Eis großziehen. Die Eisflächen brechen öfter ab. „Je früher das winterliche Packeis aufbricht, desto mehr Eier und Jungtiere werden von den Fluten verschlungen“, sagte Homes.

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