Ungewöhnliches Forschungsprojekt
Der fabelhafte Kerl mit dem Fisch-Scanner

Adam Summers hat es schon zu Hollywood-Ehren gebracht hat – als Berater bei den Dreharbeiten zum Trickfilm „Findet Nemo“. Der Biologe ist von Fischen fasziniert und hat deshalb ein ungewöhnliches Projekt gestartet.

SeattleNoch vor einem Jahr war Biologie-Professor Adam Summers von der University of Washington auf Computertomographie-Geräte in Krankenhäusern angewiesen. Er musste Klinikmitarbeiter beschwatzen, ihn die Scanner benutzen zu lassen, um die inneren Strukturen von Stachelrochen und anderen Fischen bildlich darzustellen.

Im vergangenen Herbst konnte er endlich ein eigenes kleines Gerät in den Friday Harbor Laboratories der Uni auf San Juan Island (US-Staat Washington) installieren und ein ehrgeiziges Projekt starten: Er will alle der mehr als 25.000 Fischarten der Welt scannen und digitalisieren. Dahinter steckt die Idee, eine CT-Datenbank aufzubauen, die allen Forschern zugänglich ist, um die Morphologie oder Struktur von bestimmten Spezies zu analysieren.

Bisher haben Summers und andere Forscher anhand von Museumssammlungen in aller Welt die Bilder von mehr als 500 Arten digitalisiert. Der Professor selbst will Tausende weitere hinzufügen und hat andere Wissenschaftler eingeladen, den Scanner zu benutzen oder ihre eigenen CT-Bilder in die offene Datenbank einzugeben.

„Leute aus Teilen der Welt kommen, um diese Maschine zu verwenden“, sagt Summers, der es auch zu Hollywood-Ehren gebracht hat. Er ist der „fabulous fish guy“ (fabelhafte Fischkerl) im Abspann von „Finding Nemo“ (Findet Nemo), hat das Studio Pixar bei den Dreharbeiten für diesen Animationsfilm und auch die Fortsetzung „Finding Dory“ (Findet Dorie) beraten, wie sich Fische bewegen.

Summers sammelte 340.000 Dollar (307.000 Euro), um den Scanner im vergangenen November zu kaufen. Wie jene in den Krankenhäusern macht das Gerät Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Winkeln und fügt sie zu einem dreidimensionalen Bild zusammen. Normalerweise kostet eine Aufnahme 500 bis 2000 Dollar, doch Projektteilnehmer können den Scanner zum Nulltarif benutzen.

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Der fabelhafte Kerl mit dem Fisch-Scanner

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