Forschung + Innovation
Uni-Physiker bauen Einsteins Volks-Kühlschrank nach

Oldenburger Physiker haben einen von Albert Einstein (1 879-1955) und seinem ungarischen Kollegen Leo Szilard (1 898-1964) entwickelten Volks-Kühlschrank nachgebaut. Er wurde am Dienstag an der Universität Oldenburg präsentiert. Anlass ist das Einstein-Jahr 2005.

dpa OLDENBURG. Oldenburger Physiker haben einen von Albert Einstein (1 879-1955) und seinem ungarischen Kollegen Leo Szilard (1 898-1964) entwickelten Volks-Kühlschrank nachgebaut. Er wurde am Dienstag an der Universität Oldenburg präsentiert. Anlass ist das Einstein-Jahr 2005.

Die Kühlanlage kommt ohne Motor und Kompressor aus. Baumaterial ist Beton. Der Schrank mit einem Rauminhalt von 80 Litern bringt rund 300 Kilogramm auf die Waage.

Der von den Atomphysikern konstruierte und patentierte Kühlschrank wurde auf der Leipziger Messe 1928 erstmals gezeigt. Den Anstoß für die Entwicklung des Volks-Kühlschranks soll eine Zeitungsnachricht über den Vergiftungstod einer ganzen Familie nach einem Kühlschrank-Leck gegeben haben. Hersteller war die Hamburger Firma Citogel. In die Serienproduktion ging der „Automatische Beton- Volks-Kühlschrank“ jedoch nicht.

Die Kühlung erreichten Einstein und Szilard in ihrem Modell mit dem Verdampfen von Alkohol. Der Oldenburger Nachbau arbeitet mit dem Lösungsmittel Aceton. Damit sei eine Abkühlung bis Null Grad Celsius möglich. Aceton werde eingesetzt, weil es umweltfreundlicher entsorgt werden könne als Alkohol, erläuterte der Leiter des Projekts Falk Rieß. Als Nachteil des giftarmen Einfach-Kühlschranks gelte sein hoher Wasserverbrauch. Das Verfahren verbraucht nach den Angaben von Rieß bis zu 300 Liter Wasser pro Stunde.

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