Forschung + Innovation
Unis sehen sich als Opfer des Föderalismusstreits

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat an Bund und Länder appelliert, Universitäten und Fachhochschulen nicht „zu Geiseln im Föderalismusstreit“ zu machen. „Die Hochschulen sind im Moment Objekte und Leidtragende einer Diskussion, die mit ihnen selbst nichts zu tun hat“, kritisierte HRK-Präsident Peter Gaehtgens.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat an Bund und Länder appelliert, Universitäten und Fachhochschulen nicht „zu Geiseln im Föderalismusstreit“ zu machen. „Die Hochschulen sind im Moment Objekte und Leidtragende einer Diskussion, die mit ihnen selbst nichts zu tun hat“, kritisierte HRK-Präsident Peter Gaehtgens.

So habe die Konferenz der Ministerpräsidenten „aus gänzlich wissenschaftsfremden Gründen“ den von Bund und Ländern erarbeiteten Vorschlag für Spitzenuniversitäten gestoppt. Diese Blockade müsse noch 2004 überwunden und das Programm schnellstmöglich verabschiedet werden, forderte Gaehtgens am Dienstag in Frankfurt. Spitzenförderung sei nötig, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Dazu müssten aber auch erhebliche finanzielle Mittel aufgewendet werden. Um wie beabsichtigt drei Prozent des Bruttosozialprodukts in Forschung und Entwicklung zu stecken, müssten die Ausgaben für diesen Sektor jährlich um neun Prozent erhöht werden. Studiengebühren entlasteten den Staat dauerhaft nicht von seiner finanziellen Verantwortung, betonte die HRK.

Gaehtgens wandte sich auch gegen eine Abschaffung des Hochschulrahmengesetzes (HRG), plädierte aber dafür, es zugunsten der Autonomie der Hochschulen zu verändern.

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