Unterschiedliche Brennverhalten
Sensor erkennt Anteil von Diesel und Biodiesel

Ein neuer Kraftstoffsensor, der Biodiesel oder Dieselkraftstoff oder Kraftstoffmischungen erkennt, löst jetzt das Problem der Motorenbauer, die sich auf Grund der verschärften Abgasbestimmungen bei der Motoroptimierung für den Diesel- oder Biodieseleinsatz entscheiden müssen.

vwd BERLIN. Die zunehmende Verwendung von Biodiesel als Kraftstoff leistet einen wichtigen Beitrag zu einer umwelt- und klimaschutzverträglichen Mobilität. Der Biokraftstoff zeichne sich nicht nur durch seinen Preis, sondern insbesondere auch durch seine günstigen Umweltwirkungen aus, teilte die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V., (UFOP), Berlin, am Montag mit.

Das Verbrennungsverhalten von Biodiesel und konventionellem Diesel unterscheidet sich. Dadurch hat Biodiesel bei den meisten Emissionsbestandteilen Vorteile gegenüber mineralischem Diesel. Motorenbauer stehen derzeit aber vor dem Problem, dass die extrem verschärften Emissionsgrenzwerte der Stufen EURO IV und V nur durch eine äußerst exakte Abstimmung des Motors auf den Kraftstoff eingehalten werden können. Da diese Abstimmung für den konventionellen Diesel und nicht für Biodiesel erfolgt, droht der Biodieseleinsatz in zukünftigen Fahrzeuggenerationen ins Stocken zu geraten.

Doch es gibt jetzt eine Lösung für dieses Problem. Gefördert durch die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V., der Volkswagen AG, der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e.V. sowie der UFOP hat die Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) im Rahmen des Projektvorhabens erfolgreich einen Sensor entwickelt, der dem Motormanagement die Information vermittelt, welcher Kraftstoff bzw. welches Kraftstoffgemisch aktuell eingesetzt wird. Einspritzmenge und -zeitpunkt können so jeweils optimiert werden. So wird es möglich, unabhängig vom verwendeten Kraftstoff und dessen Mischungsverhältnis die gesetzlichen Abgasnormen einzuhalten.

Alexander Müller, Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium äußerte sich bei der Vorstellung des Projektes Anfang August in Berlin äußerst zufrieden: „Damit ist ein Durchbruch für die Zukunft von Biodiesel als Kraftstoff erzielt worden“. Es käme nun darauf an, so Müller, dass Fahrzeugkäufer die Möglichkeiten des Biodieseleinsatzes berücksichtigen und bei den Anbietern nach Fahrzeugen mit Biodieselfreigabe fragen, damit sich diese innovative Technologie vermehrt am Markt durchsetzt.

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