Forschung + Innovation
Untersuchung der Moorleiche dauert Jahre

Wissenschaftler erhoffen sich von Untersuchungen der Nienburger „Teenager“-Moorleiche Erkenntnisse über das Leben vor rund 2 650 Jahren.

dpa HANNOVER. Wissenschaftler erhoffen sich von Untersuchungen der Nienburger „Teenager“-Moorleiche Erkenntnisse über das Leben vor rund 2 650 Jahren. „Wir wollen die Forschungen möglichst schnell über die Bühne bringen, aber man muss wohl von zwei Jahren ausgehen, bevor man sie wieder in einem Museum präsentieren kann“, sagte Andreas Bauerochse vom Landesamt für Denkmalpflege.

Der mehr als 2 500 Jahre alte, mumifizierte Körper einer jungen Frau war beim Torf im Uchter Moor in Niedersachsen entdeckt und am Montag der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Er soll von diesem Donnerstag an für wenige Wochen im hannoverschen Landesmuseum zu sehen sein.

Danach soll ein internationales Forscherteam soll die Leiche untersuchen, darunter Archäologen, Rechtsmediziner, Biologen, Genetiker und Physiker. Unter anderem wollen sie herausfinden, welche handwerklichen Fähigkeiten die Menschen in der Gegend hatten. „Wir wissen, dass in der Region Eisen verarbeitet wurde. Eine Frage ist, war das schon zu der Zeit“, sagte Bauerochse.

Für die Forschungen werde das Landesamt zusätzliches Geld benötigen, betonte Bauerochse. „Das ist ein großes zusätzliches Projekt und alles, was an Arbeiten gemacht wird, muss auch finanziert werden.“ Noch könne er die Kosten aber nicht beziffern, sagte der Paläo-Ökologe. Das Land Niedersachsen sei eine mögliche Quelle. Aber: „Es gibt eine Reihe von Geldgebern, die in Frage kommen.“

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