Urbild eines Forschers
Porträt: Robert Grubbs

Der amerikanische Chemiker Robert Grubbs ist schon vom Aussehen her der Prototyp eines Forschers. Mit seinem Vollbart, der runden Brille und auffallend hoher Denkerstirn könnte der 63-Jährige auch im Film perfekt den Naturwissenschaftler darstellen.

dpa PASADENA/NEW YORK. Nachdem er am Mittwoch in Neuseeland von der Auszeichnung mit dem diesjährigen Nobelpreis für Chemie überrascht worden war, rief er erst einmal seine Kinder an. „Ist schon cool, so einen Nobelpreis mit den eigenen Kindern zu teilen“, äußerte er gleich darauf in einem Interview des Schwedischen Rundfunks.

Grubbs ist seit knapp drei Jahrzehnten Professor der Chemie am California Institute of Technology (Caltech). Seine Arbeit, für die er jetzt mit dem höchsten Forscherpreis belohnt wird, hatte zur Revolution in zahlreichen Labors geführt. Diese Woche hält der weltberühmte Chemiker Seminare und Vorlesungen in Christ Church (Neuseeland). Darüber hinaus ist er regelmäßig an den Universitäten Oxford und Genf zu hören. Grubbs stammt aus Calvert City, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Kentucky. Er studierte in Florida und an der renommierten Columbia Universität in New York, bevor es ihn nach Kalifornien zog.

Zu den vielen Preisen und Ehrungen, die ihm seit Mitte der siebziger Jahre zuteil wurden, gehören ein Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung und die August-Wilhelm-von-Hofmann- Denkmünze der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Außer in Deutschland und den USA wurde Grubbs auch in Japan, China, England, Irland und der Schweiz ausgezeichnet. Er hat im Verlauf seiner Laborstudien bereits mehr als 50 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht.

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