Urlaub
Thromboserisiko steigt mit der Dauer der Reise

Nachdem vor Jahren ein Todesfall durch Thrombose während eines Langstreckenflugs für Aufsehen sorgte, veröffentlichte die Weltgesundheitsorganistaion (WHO) nun die Ergebnisse einer Studie: Langes Sitzen, egal in welchem Transportmittel, ist gefährlich – besonders für bestimmte Gruppen.

jdh GENF. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zu Beginn der Ferienzeit vor einem erhöhten Thrombose-Risiko bei langen Reisen gewarnt. Nahezu bewegungsloses Sitzen in einem Flugzeug, Auto, Reisebus oder der Bahn verdoppele das Thromboserisiko. Dieses liege dann bei eins zu 6000. Die nach eigenen Angaben erste umfassende Studie zu gesundheitlichen Risiken während langer Reisen hat die WHO nun vorgestellt. An dem 2001 gestarteten Projekt beteiligten sich die Universitäten von Leiden, Lausanne, Amsterdam, Leicester, Newcastle und Aberdeen.

Als besonders anfällig für Thrombosen stuft die WHO ältere und übergewichtige Menschen ein. Zudem sind sowohl besonders große (mehr als 1,90 Meter) wie auch kleinere Personen (weniger als 1,60 Meter) gefährdet. Zudem hätten Frauen, die Verhütungsmittel einnehmen, ein erhöhtes Risiko während langer Reisen. Die WHO warnte, dass auch der Konsum von Alkohol, Drogen und Nikotin die Gefahr einer Erkrankung steigert.

Eine Thrombose bezeichnet die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in einem Blutgefäß und die dadurch hervorgerufene Einengung oder Verstopfung dieses Gefäßes. Am häufigsten sind nach Angaben von Medizinern die tiefen Bein- und Beckenvenen betroffen.

Besonders gefährlich sind laut WHO Blutgerinnsel, die durch den Körper wandern. Diese können eine Lungenembolie auslösen, die im schlimmsten Fall tödlich endet. Die Uno-Agentur empfiehlt, sich während der Reisen zu bewegen und zudem keine enge Kleidung zu tragen. Wer im Flugzeug unterwegs sei – pro Jahr sind das zwei Milliarden Menschen–, könne Arm- und Fußgelenke kreisen lassen. Nach einer weiteren Phase der Thromboseforschung will die WHO zudem noch Vorschläge für eine Prävention mit Medikamenten geben.

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