US-Marssonde
Nasa behebt „Phoenix“-Panne

Die Kommunikationspanne bei der US-Marssonde „Phoenix“ ist am Mittwochabend behoben worden. Bis zum Donnerstag soll nun ihr Roboterarm komplett ausgefahren werden. Mit dem Beginn der eigentlichen Grabungen will sich die US-Weltraumbehörde aber Zeit lassen.

HB WASHINGTON. Nach Verzögerungen wegen einer Kommunikationspanne haben US-Forscher am Mittwoch mit der Aktivierung des Roboterarms der Marssonde „Phoenix“ begonnen. Entsprechende Kommandos seien in Richtung des Roten Planeten gesendet worden, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa mit. Bis zum Donnerstag solle der 2,3 Meter lange Arm, der Bodenproben des Mars zur Untersuchung auf Spuren von Leben sammeln soll, komplett ausgefahren werden.

Die für mehrere Stunden unterbrochene Funkverbindung zu „Phoenix“ sei wiederhergestellt, die Sonde habe wieder Bilder und Daten gesendet, hieß es von der Nasa. „Wenn alles klappt, können wir bereits morgen Aufnahmen von dem ausgefahrenen Arm zeigen“, sagte „Phoenix“-Projektmanager Barry Goldstein.

Mit dem Beginn der eigentlichen Grabungen sei frühestens Anfang nächster Woche zu rechnen, sagte Goldstein. „Wir lassen uns Zeit.“ Die Sonde selbst sei „in exzellentem Zustand“. Die Kommunikationsprobleme nannte der Projektmanager „kein großes Thema“. Eine der beiden Raumsonden, die den Mars umkreisen, habe die Funksignale zwischen „Phoenix“ und der Erde nicht wie erwartet vermittelt. Der zweite Orbiter funktioniere aber einwandfrei. Die genauen Ursachen der Panne würden untersucht.

„Phoenix“ war nach fast zehn Monaten und einer 680 Mill. Kilometer langen Reise in der Nacht zum Montag weich in der Nordpol- Region des Mars gelandet. Die erfolgreiche Landung der Sonde gilt als Meilenstein in der Raumfahrt. In den vergangenen Jahrzehnten waren mehr als die Hälfte der Mars-Missionen gescheitert. Auch das Aufsetzen von „Phoenix“ galt als extreme „Zitterpartie“.

Das gesamte Projekt „Phoenix“ kostet laut Nasa 420 Mill. Dollar (knapp 310 Mill. Euro). Hauptaufgabe ist es, Proben aus dem gefrorenen Polarboden zu sammeln, die dann an Ort und Stelle in einem Spezialofen erhitzt und auf Spuren einfachsten organischen Lebens untersucht werden. Bei der Untersuchung des einst warmen und heute eisigen Roten Planeten erhoffen sich die Wissenschaftler außerdem neue Erkenntnisse über die Ursachen des Klimawandels.

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