US-Millionär Steve Fossett geht mit einem innovativen Flugzeug auf Weltrekordjagd: In 80 Stunden Nonstop um die Welt

US-Millionär Steve Fossett geht mit einem innovativen Flugzeug auf Weltrekordjagd
In 80 Stunden Nonstop um die Welt

Nicht in 80 Tagen wie Jules Vernes Phileas Fogg, sondern in nur 80 Stunden will der Amerikaner Steve Fossett die Welt in neuer Rekordzeit umrunden.

DÜSSELDORF. Seit Ende Januar wartet er in Salinas im US-Bundesstaat Kansas mit seinem Spezialflugzeug auf die geeigneten Wetterbedingungen. Für Ende dieser Woche versprechen ihm die Meteorologen das gewünschte Start-Wetter.

Fossett hat schon viele Rekorde aufgestellt: Er hat den Ärmelkanal durchschwommen, 14 Segel-Weltrekorde aufgestellt, den Ironman Triathlon hinter sich gebracht, den Mount Everest bestiegen und am 2. Juli 2002 einen weiteren Weltrekord aufgestellt, als er nach seiner Tour als einsamer Pilot rund um den Globus mit seinem Heißluftballon in Austrialien landete.

Trotz seiner mittlerweile 60 Jahre hat der ehemalige US-Börsenmakler und Millionär immer noch nicht genug. Er steht jetzt in Salinas bereit zu einem Nonstop-Rundflug um die Erde, der nicht länger als drei Tage dauern soll. Um in die Fliegergeschichte einzugehen, muss Fossett schneller und höher fliegen, als alle anderen Piloten zuvor. Während des Fluges ist der risikofreudige Flugfanatiker in ein enges Cockpit eingezwängt, das mit einer Kamera ausgestattet ist. Teile seiner Reise sollen live im Fernsehen übertragen werden.

Die Maschine für das Abenteuer, den „Virgin Atlantic Global Flyer“, hat ihm der beste Fachmann gebaut, den es für dererlei Unternehmen weltweit gibt, Burt Rutan. Der Entwickler konstruierte schon eine Maschine, in der sein Bruder Dick Rutan und Jeanna Yeager 1986 den Globus ohne Zwischenstopp oder Auftanken in der Luft umrundeten. Damals brauchten sie noch neun Tage.

Der „Virgin Atlantic Global Flyer“ besteht – übertrieben gesprochen – nur aus umbauten Treibstoff. Die komplett aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff und Aramid gefertigte Maschine bringt leer nur 1 522 Kilogramm auf die Waage – aufgetankt wiegt sie dagegen 8 636 Kilogramm. Fossett benutzt einen speziellen Treibstoffs, der einen erheblich niedrigeren Gefrierpunkt hat als das normalerweise verwendete Kerosin.

Der Flieger ist mit gefüllten Tanks bei dem Start so schwer, dass er zum Anfang des Fluges keinerlei Turbulenzen verträgt. Damit wird schon in der ersten Flugphase eine optimale Wetterprognose äußerst wichtig. Dazu kommt, dass die Maschine aus Gewichtsgründen auch keinerlei Enteisungs-Einrichtung besitzt, was den Wetterfröschen zusätzliche Aufgaben bringt.

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