US-Navy testet Abwehrschiff U-Boot-Jagd per Drachenboot

Ausfahrt mit Drachen: Das US-Militär testet auf dem Pazifik die U-Boot-Jagd der Zukunft. Ein unbemannter Trimaran kreuzt auf hoher See, Radar und andere Aufklärungssensoren schweben dabei Hunderte Meter über ihm.
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Durch den Kite wird die Reichweite von Funk und Sensoren deutlich vergrößert. (Foto: Darpa)
Actuv mit Talons

Durch den Kite wird die Reichweite von Funk und Sensoren deutlich vergrößert. (Foto: Darpa)

BerlinLeinen los für den unbemannten U-Boot-Jäger: Die Darpa, eine Forschungseinrichtung des US-Militärs, hat im Pazifik einen neuen Typ von Abwehrschiffen getestet. Actuv (Anti-Submarine Warfare Continuous Trail Unmanned Vessel; etwa: unbemanntes Schiff für die permanente Verfolgung im Kampf gegen U-Boote) zieht einen Kite-Drachen hinter sich her, der mit Radar und anderen Hochleistungssensoren bestückt ist.

Actuv ist ein gut 40 Meter langer, 140 Tonnen schwerer Trimaran. Er soll monatelang autonom auf See im Einsatz sein und Tausende Seemeilen zurücklegen. Das unbemannte Schiff soll U-Boote aufspüren und verfolgen, kann aber auch als Minensucher eingesetzt werden.

Hightech-Kampfmaschine mit Panne in Panama
Peinliche Panne in Panama
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Der bislang wohl teuerste Zerstörer der US-Marine ist im Panamakanal liegengeblieben. Nach Antriebsproblemen bei der Durchfahrt sei das Militärschiff „USS Zumwalt“ zur Reparatur zu einem ehemaligen US-Marinestützpunkt am pazifischen Zugang der Wasserstraße geschleppt worden, berichtete das US Naval Institute auf seinem Nachrichtenportal „USNI News“.

Das letzte Foto der USS Zumwalt (am 20. November in Kolumbien)
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Nach Militärangaben könnten die Reparaturen bis zu zehn Tage dauern. Die jetzige Panne ist nicht die erste des Schiffs, das erst im Mai seinen Konstruktionshafen verlassen hatte. Bereits im September musste es laut „USNI News“ repariert werden, nachdem die Crew ein Meerwasserleck im Antriebssystem entdeckt hatte.

Das ist die USS Zumwalt
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Die Pannen sind umso aufsehenerregender, da die USS Zumwalt der größte Zerstörer der Welt ist. Das Schiff wurde Mitte 2016 in Betrieb genommen. Schon die Eckdaten definieren die Zumwalt als Zerstörer der Superlative...

Die Eckdaten
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Der Zerstörer ist 183 Meter lang und 15.000 Tonnen schwer. Das Schiff ist die wichtigste Neuentwicklung der U.S. Navy.

Neue Schiffsklasse
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Die „USS Zumwalt“ ist das erste Exemplar einer neuen Zerstörer-Klasse, mit der die US-Marine ihre Vorherrschaft auf den Weltmeeren über das Jahr 2020 hinaus sichern will.

Neueste Technologie
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Das Schiff verfügt über Elektroantrieb, neue Radar- und Sonar-Geräte, und Dutzende Waffensysteme. Unter den Schaulustigen der Jungfernfahrt in Fort Popham an der Mündung des Kennebec im Bundesstaat Maine (Bild von Dezember 2015) waren Schiffsbauer und Seeleute. Benannt wurde der Zerstörer nach dem US-Admiral Elmo Zumwalt (1920-2000).

Hightech-Schiff
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An Bord des neuen Zerstörers läuft vieles automatisiert ab, so kann das Kriegsschiff mit einer viel kleineren Crew in See stechen als üblich. Rund 140 Mann sollen reichen, um die USS Zumwalt zu navigieren. Zum Vergleich: Schiffe der moderneren „Arleigh-Burke“-Klasse brauchen noch deutlich über 300 Mann.

Bei dem Test vor der Küste des US-Bundesstaats Kalifornien zog Actuv einen Kite hinter sich her, an dem Funk, Radar und andere Sensoren angebracht waren. Der Drachen namens Talons (Towed Airborne Lift of Naval Systems ) steigt mit seiner Nutzlast in eine Höhe zwischen etwa 150 und 450 Metern auf. Das erweitert die Reichweite der Sensoren und des Funks deutlich.

Bei den jüngsten Tests schwebte Talons etwa 300 Meter über dem Meer. In der Höhe hat das Radar beispielsweise die sechsfache Reichweite verglichen mit der Reichweite auf Meereshöhe. Die Reichweite des Handfunkgeräts hat sich mehr als verdreifacht, der Bereich, den der Infrarotscanner abdeckt, verdoppelte sich.

Schon 2018 könnte Actuv zum Einsatz kommen
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1 Kommentar zu "US-Navy testet Abwehrschiff: U-Boot-Jagd per Drachenboot"

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  • Die Strategie der USA dürfte hiermit klar sein. Ziel ist es nach einem Erstschlag den gegnerischen Gegenschlag durch U-Bootjäger und Raketenabwehr zu vereiteln.

    Die große Frage ist wieviele U-Boote gefunden werden und wieviele ICBMs doch durchkommen. Selbst eine ICBM mit 10 Sprengköpfe reicht immerhin auch. Und die neuesten Sarmat oder Bulawa haben gute Chancen dazu da sie auch dafür gebaut wurden um eine Raketenabwehr zu täuschen.

    Nur ein Narr kann glauben dass sie vom Gegner nicht getroffen werden. Aber unsere "Partner" machen sich in letzter Zeit immer öfter zum Narren.

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