US-Raumfähre „Discovery“
Weltraumspaziergang war erfolgreich

Der erste Außeneinsatz zweier Astronauten der US-Raumfähre „Discovery“ ist nach Angaben der Nasa erfolgreich beendet worden. Mehr als sieben Stunden verbrachten die beiden Astronauten Piers Sellers und Michael Fossum außerhalb der Internationalen Raumstation ISS, um Tests zu absolvieren.

HB HOUSTON/WASHINGTON. Mit Erfolg testeten unterdessen zwei von Reiters Kollegen in einem siebeneinhalbstündigen Einsatz im All neue Techniken für Reparaturen am Hitzeschutzschild der US-Raumfähren. Der auf 30 Meter verlängerte Roboterarm der Raumfähre erwies sich als so stabil, dass er im Fall von Notreparaturen zwei Raumfahrer präzise zu allen Problemstellen an der Außenhaut manövrieren kann. Bei ihrem spektakulären Schwenk durch das All standen die beiden US-Raumfahrer Piers Seller und Mike Fossum auf kleinen Fußplattformen, die links und rechts vom Roboterarm hingen. Die Erwartungen seien noch übertroffen worden, erklärte die Nasa. Man habe sich „wie ein Käfer am Ende einer Angel“ gefühlt, sagte Sellers. Der Außenbordeinsatz am Samstag war der erste von drei geplanten. Der zweite Ausstieg soll am Montag um 14.13 Uhr MESZ beginnen und sechseinhalb Stunden dauern.

Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa weiter berichtete hat die „Discovery“ den Start am vergangenen Dienstag wohl besser überstanden als erwartet. „Das ist die beste und fehlerfreiste Raumfähre, die ich je gesehen habe“, sagte Nasa-Manager Steve Poulos am Samstag in Houston (Texas). Nach Angaben der Nasa haben sich fünf von sechs Problemzonen nach erneuter Inspektion als harmlos erwiesen. In einem Fall stellte sich ein verdächtiger Fleck als Abdruck von Vogelkot heraus. Zwei andere Stellen seien Spuren von Flüssigkeitsresten, sagte Flugdirektor Tony Ceccacci.

Dagegen hat die Nasa noch keine Entscheidung getroffen, wie sie mit einem herausstehenden Füllstreifen am Unterboden der „Discovery“ verfährt. Dieser Dämmstreifen hat so viele Risse, dass er durch die Reibung beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerbröckeln könnte. Sollten neue Labortests eine Gefährdung der Raumfähre und Crew nicht ausschließen, können die Astronauten den Streifen während eines Außeneinsatzes entfernen.

Die Nasa hat den Flug der Raumfähre bereits um einen Tag verlängert und einen dritten Außenbordeinsatz in das Programm eingefügt. Dieser Einsatz war von Anfang an vorgesehen, wenn die „Discovery“ genügend Treibstoff für die Rückkehr zur Erde hat. Die Raumfähre soll nun nach einem 13 Tage langen Einsatz im Weltraum am 17. Juli wieder auf der Erde landen.

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