US-Raumfähre
„Endeavour“ auf dem Weg zur ISS

Die amerikanische Raumfähre „Endeavour“ ist nach einem perfekten Start auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS. Der Space-Shuttle hob am Mittwochabend um 18.36 Uhr Ortszeit (00.36 Uhr Mesz) mit einem langen Feuerschweif vom US-Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida ab.

dpa WASHINGTON/CAPE CANAVERAL. Die „Endeavour“ wird am Freitagabend an der 350 Kilometer über der Erde kreisenden ISS andocken. Der Weltraumeinsatz dauert voraussichtlich elf Tage und kann problemlos um drei weitere Tage verlängert werden.

Die fünf Männer und zwei Frauen sollen den Ausbau der Raumstation fortsetzen und unter anderem ein neues Verbindungsstück an der ISS anbringen. Daran wird später ein Segment mit dem vierten und letzten Paar Sonnensegel angedockt. Der erste von bislang drei geplanten Außenbordeinsätzen soll bereits einen Tag nach Ankunft am Samstag beginnen.

„Das ist heute ein großartiger Tag“, sagte der stellvertretende Nasa-Direktor Bill Gerstenmaier nach dem Start. Viele tausend Stunden Arbeit hätten sich mit einem wunderbaren Start ausgezahlt.

Mehr als zwei Minuten nach dem Abheben haben sich nach den Worten von Gerstenmaier vier bis fünf kleine Stücke Schaumstoff vom Außentank gelöst. Falls diese Teile die Raumfähre überhaupt getroffen hätten, dann sei kein besorgniserregender Schaden entstanden, sagte er.

Ein beim Start vom Außentank abgefallenes Stück Schaumstoff hatte am 1. Februar 2003 das tödliche Unglück der Raumfähre „Columbia“ ausgelöst. Damals kamen alle sieben Astronauten ums Leben. Nach der Tragödie wurde die „Endeavour“ von Grund auf überholt. Es war der erste Flug der Raumfähre seit dem letzten Einsatz im November 2002.

Kurz vor dem Start wünschte Startdirektor Mike Leinbach der siebenköpfigen Crew viel Glück, eine gute Reise und Spaß im All. Der Space-Shuttle hob dann mit ohrenbetäubendem Lärm, einer großen Staubwolke und einem langen Schweif vom US-Weltraumbahnhof ab. Achteinhalb Minuten nach dem Start schaltete die „Endeavour“ die drei Haupttriebwerke ab, stieß den mehr als 50 Meter hohen Außentank ab und schwenkte in einen Orbit um die Erde ein.

Es ist der zweite von vier Shuttle-Flügen in diesem Jahr und der insgesamt 22. Flug einer Raumfähre zur ISS. Der nächste Shuttle-Start ist am 23. Oktober geplant. Im Dezember soll dann die Raumfähre „Atlantis“ mit dem deutschen Astronauten Hans Schlegel an Bord das europäische Weltraumlabor „Columbus“ zur ISS fliegen. Die Nasa plant insgesamt noch 13 Shuttle-Flüge, um die ISS bis 2010 auszubauen.

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