US-Raumfähre gestartet
Discovery auf dem Weg zur ISS

Pünktlich um 17.38 MESZ ist die US-Raumfähre „Discovery“ am Dienstag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. Damit hat eine der bisher komplizierten Shuttle-Missionen ihr erstes Etappen-Ziel erreicht.

HB WASHINGTON/CAPE CANAVERAL. An Bord des Space-Shuttle sind sieben Astronauten, darunter ein Italiener. Ihre Hauptaufgabe ist es, an der ISS das wichtige 15 Tonnen schwere Verbindungsmodul „Harmony“ anzubringen, an dem bereits im Dezember das europäische Weltraumlabor „Columbus“ angekoppelt werden soll.

Kurz vor dem Start hatte es noch Probleme gegeben, weil sich an einer Leitung vom Tank mit Flüssigwasserstoff zum Shuttleantrieb Eis gebildet hatte. Das Eis sei aber beseitigt worden, teilte die US- Weltraumbehörde Nasa in Cape Canaveral mit. Auch Sorgen wegen schlechten Wetters erwiesen sich als unbegründet: Kurz vor dem Start rissen die Wolken auf.

In der vergangenen Woche hatten Sicherheitsexperten der Nasa wegen Schäden an drei Hitzekacheln der „Discovery“ für eine Verschiebung des Starts plädiert. Nach eingehender Prüfung befand die Nasa-Führung dann aber, dass die Defekte gering seien und keine Gefahr bestehe. Die Hitzekacheln haben die Aufgabe, den Shuttle beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre vor dem Verglühen zu schützen. 2003 war die Raumfähre „Columbia“ beim Eintritt in die Atmosphäre verglüht, weil der Hitzeschild beim Start beschädigt worden war. Alle sieben Astronauten an Bord kamen damals ums Leben.

Insgesamt 14 Tage soll die neue Shuttle-Mission dauern. Fünf Außenbord-Einsätze sind geplant. Dabei soll als zweite große Aufgabe eine Halterung mit riesigen Sonnensegeln verlegt werden. Sie waren im Jahr 2000 mitten auf der Station montiert worden, um den Außenposten in der Bau-Anfangsphase mit Strom zu versorgen. Mittlerweile sind weitere Segel angebracht worden. Die älteren wurden in zwei Shuttle- Missionen im Juni und im Dezember vergangenen Jahres zusammengefaltet, weil sie den neuen im Wege waren. Jetzt sollen die Solarflügel mit ihrer Spannbreite von 73 Metern an einer anderen Stelle ausgefahren werden. Dazu sind die bisher kompliziertesten Manöver der Kranarme des Shuttle und der ISS nötig.

„Es ist eine ziemlich komplexe Montagearbeit“, sagte Pamela Melroy voraus, die 46-jährige Kommandantin der Raumfähre. Mit von der Partie sind auch der italienische Astronaut Paolo Nespoli und Dan Tani, der als neuer Langzeitbewohner an Bord der ISS zurückbleiben soll.

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