US-Raumfahrt
Und jetzt bitte auch zum Mars!

Von 2017 an will die Nasa ihre Astronauten wieder selbst ins All befördern. Dabei geht es nicht nur um ein paar bemannte Flüge im erdnahen Weltraum – die Entscheidung könnte einen neuen Wettlauf im All eröffnen.
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BerlinDie Nasa will wieder selbst US-Astronauten ins All befördern – und setzt dabei auf die Unterstützung der privaten Wirtschaft. Wirklich überraschend kam die perfekt inszenierte Ankündigung der US-Weltraumbehörde in der Nacht zum heutigen Mittwoch nicht. Dass die Nasa nach Möglichkeiten suchte, sich so bald wie möglich aus der Abhängigkeit von Russland als einzigem Land mit Transportkapazitäten für Astronauten zu befreien, war schon deutlich erkennbar, bevor die Ukraine-Krise die Zusammenarbeit der beiden wichtigsten Raumfahrtnationen belastete.

Zudem hatte US-Präsident Barack Obama der Weltraumbehörde schon vor Jahren ins Stammbuch geschrieben, dass sie ehrgeizige Projekte gerade in der bemannten Raumfahrt in enger Zusammenarbeit mit privaten Partnern verwirklichen solle. „Vom ersten Tag an hat die Regierung von US-Präsident Barack Obama klargestellt, dass die größte Nation der Erde bei der Raumfahrt nicht auf eine andere Nation angewiesen sein sollte“, sagte Nasa-Direktor Charles Bolden bei der Bekanntgabe der Nasa-Pläne im Kennedy Space Center in Florida.

Die Nasa hatte nach drei Jahrzehnten ihr Space-Shuttle-Programm 2011 aus Kostengründen eingestellt. Als letzte Raumfähre flog damals die Atlantis ins All. Seitdem müssen die US-Astronauten auf russische Sojus-Kapseln ausweichen, um zur Raumstation ISS zu kommen. Den „Chauffeurdienst“ lassen sich die Russen üppig bezahlen: 70 Millionen Dollar kostet ein Sitzplatz.

Die beiden für den Bau der neuen Raumtransporter ausgewählten Unternehmen Boeing und SpaceX gehören schon jetzt zu den Partnern, die im Auftrag der Nasa Satelliten und andere Güter ins All befördern. Das Traditionshaus Boeing half bereits beim Bau der Raumstation ISS und bereitete die Space-Shuttles vor. Die kalifornische Firma SpaceX gibt es zwar erst seit zwölf Jahren, doch lieferte sie mit einem eigenen Raumtransporter bereits Versorgungsgüter zur ISS.

Nun erhält Boeing 4,2 Milliarden Dollar von der Nasa, SpaceX 2,6 Milliarden Dollar. Gemäß den Verträgen sollen so bis zu sechs Raumfahrtmissionen für eine jeweils vierköpfige Crew auf die Beine gestellt werden. Aufgabe der Firmen ist zudem die Lieferung von Versorgungsgütern und die Betreuung von wissenschaftlichen Experimenten, wie die zuständige Nasa-Managerin Kathy Lueders mitteilte.

Beide Unternehmen starten nicht bei null, sondern arbeiten bereits seit längerem an der Entwicklung von bemannten Raumtransportern. SpaceX will dazu seine Dragon-Kapsel modifizieren, die derzeit für die Versorgungsflüge zur ISS eingesetzt wird. Boeing arbeitet bereits seit längerem an einem Transportsystem namens CST-100. Vom Design her gleichen sie beide den Kapseln der Apollo-Missionen der 60er und 70er Jahre.

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Kommentare zu " US-Raumfahrt: Und jetzt bitte auch zum Mars!"

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  • "... Astronauten ins All befördern ..."
    Ich waere dafuer Bankster und Politiker ins All zu befördern. Am besten auf den Mars oder noch weiter weg.

  • Artikel:" So wie sich Russen und Amerikaner seit der Ukraine-Krise auf der Erde wieder kritisch gegenüberstehen, könnte nun auch der Kampf um die Vorherrschaft im All erneut aufflammen."

    Oh ja bitte! Und könnten bitte alle Feindseligkeiten auf dieses Wettrennen um den Mars umgeleitet werden?! Dann hätten wir auf der Erde Frieden(!), könnten einem spannenden Wettkampf zusehen, und am Ende profitiert auch noch die Wissenschaft und Technik. Und billiger als ein kalter oder heißer Krieg wird das allemal!!

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