US-Shuttle
„Endeavour“ auf der letzten Heimreise

Abschied im All: Nach einem erfolgreichen elftägigen Rendezvous mit der Internationalen Raumstation ISS ist die „Endeavour“ auf dem Weg zurück zur Erde – für immer. Doch verschrottet wird sie nicht.
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Cape CanaveralDie US-Raumfähre "Endeavour" hat ihren letzten Heimflug zur Erde angetreten. Das Shuttle dockte am Montagmorgen (MESZ) nach einem knapp zweiwöchigen Gemeinschaftsflug von der Internationalen Raumstation ISS ab. Am Mittwoch wird es zurück auf der Erde erwartet. Anschließend wird die Raumfähre in Kalifornien zum Museumsstück. Mit dem Start der "Atlantis" am 9. Juli wird das Shuttle-Programm der US-Raumfahrtbehörde Nasa dann nach 30 Jahren aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt.

Die "Endeavour" war mit einer sechsköpfigen Mannschaft am 16. Mai zur ISS gestartet. Sie brachte ein zwei Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) teures Alpha-Magnet-Spektrometer auf die Umlaufbahn, mit dem die Zusammensetzung der kosmischen Höhenstrahlung mit bisher unerreichter Präzision vermessen werden soll. Im Vordergrund steht dabei die Suche nach Antimaterie. Das Spektrometer sammelt täglich zwischen 25 Millionen und 40 Millionen Bilder.

Zum letzten Mal waren die Shuttle-Astronauten am Freitag zu einem Außenbordeinsatz im All. Mike Fincke und Gregory Chamitoff brachten dabei einen verlängerten Roboterarm an der ISS an und schlossen damit den Bau der Raumstation ab. Außeneinsätze im All erledigen künftig die ständigen Besatzungen der ISS, darunter auch den während des letzten Flugs einer US-Raumfähre, der "Atlantis", im Sommer.

Bittersüßer Abschied

Entsprechend war der Abschied der Shuttle-Astronauten von der dreiköpfigen ISS-Dauercrew bittersüß. Kommandant Mark Kelly bedankte sich für die Gastfreundschaft und sprach von einer sehr erfolgreichen Mission: "Wir hatten wirklich gute Tage." Nun sei es an der Zeit, den Leuten in der ISS etwas Frieden und Ruhe zu gönnen.

ISS-Langzeitbewohner Ronald Garan revanchierte sich: "Es war wirklich schön, euch zu sehen." Ausdrücklich bedankte sich Garan für die Arbeiten an und in der ISS, die das Shuttle-Team während seines Besuchs durchgeführt hatte. "Ihr lasst uns wirklich in guter Form zurück, und es war wirklich ein großer Erfolg."

"Endeavour"-Astronauten hatten während ihres elftägigen Rendezvous mit der ISS vier Außeneinsätze absolviert, um die Station auf Vordermann zu bringen. Außerdem wurde ein von deutschen
Wissenschaftlern mitentwickelter Teilchendetektor unter anderem zur Erkundung der Antimaterie und Dunklen Materie installiert.

Am Mittwoch soll die "Endeavour" auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen. . Danach wird sie zum Museumsstück. „Ich glaube, wir kapieren es erst richtig, wenn sie auf der Landebahn steht“, sagte der zuständige Nasa-Flugdirektor Gary Horlacher. Die Nasa mottet ihre veraltete Shuttle-Flotte ein. Im Juli fliegt die Raumfähre "Atlantis" noch einmal zur Station, dann ist die Shuttle-Ära zu Ende.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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