Varta Microbattery produziert in Deutschland Knopfzellen für den Weltmarkt
Zurück nach Schwaben – der Ideen wegen

Es geht auch anders. Während Hersteller von Elektronikbauteilen daran denken, ihre Produktion ins billigere Ausland zu verlagern, hat Varta Microbattery die Fertigung von Knopfzellen aus Singapur zurück nach Deutschland geholt.

HB DÜSSELDORF. Seit 1998 entwickelt und produziert der Batterienhersteller seine Energiespeicher wieder im schwäbischen Ellwangen. „Wir haben die Produktion so weit optimiert, dass Lohnkosten keine Rollen mehr spielen“, verrät Varta-Geschäftsführer Dejan Ilic sein Rezept.

Das mittelständische Unternehmen hat sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf dem Weltmarkt behauptet. Varta ist trotz starker Konkurrenz in Asien und Amerika seit Jahren Weltmarktführer für aufladbare Knopfzellen. Motor des ungewöhnlichen Erfolgs ist ein konsequentes Innovationsmanagement. Die Firma treibt sowohl die Produkt- als auch die Prozessinnovationen konsequent voran. Für diese Leistung wurde Varta jetzt als Topunternehmen in einem Ranking mittelständischer Firmen als Innovator des Jahres ausgezeichnet. „Das hervorragend aufgestellte Unternehmen beweist, dass Innovationen nach wie vor auch in Deutschland stattfinden“, sagt Jury Mitglied Willi Fuchs, Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).

Varta Microbattery ist der einzige Unternehmensbereich, der von dem ehemals großen Batterieproduzenten übrig geblieben ist. Der Bereich Autobatterien wurde 2002 an den US-amerikanischen Autozulieferer Johnson Controls und die Gerätebatterien an das US-Elektronikunternehmen Rayovac verkauft. Die Ellwangener produzieren neben aufladbaren Lithium-Knopfzellen für Handys und Notebooks auch Hochleistungs-Zink-Luft-Batterien für Hörgeräte sowie Lithium- Polymer-Akkus in diversen Formen. Die neueste Entwicklung ist eine Batterie, die so klein ist, dass sie in eine Chipkarte passt. Mit dieser Karte können Autofahrer künftig die Wagentür per Funk öffnen.

„Unsere Stärke liegt im Design der Batterien“, sagt Geschäftsführer Ilic. Die Batterielösungen werden auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten – „konfektioniert“ wie es in der Fachsprache heißt. Bei der Produktentwicklung arbeitet das Unternehmen schon früh mit den Kunden zusammen. Etwa zwei Drittel der Mitarbeiter in Marketing und Vertrieb haben daher eine technische Ausbildung. Ilic: „Dies erleichert die Kommunikation mit dem Kunden.“

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