Verband sieht Chancen für Wind, Sonne und Biogas
Dezentral erzeugter Strom senkt Emissionen

Ein verbessertes Energiemanagement sowie der stärkere Einsatz dezentraler Stromquellen könnten helfen, den Ausstoß an Kohlendioxid bis 2020 um 40 Prozent zu verringern. Das geht aus einer Studie hervor, die der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat.

mx DÜSSELDORF. Der Verband propagiert die Kombination von dezentraler und zentraler Energieversorgung. Diese Strategie werde in Deutschland Primärenergie wie Kohle und Öl einsparen, CO2-Emissionen reduzieren sowie die Abhängigkeit von Energieimporten verringern, sagte Wolfgang Schröppel aus dem VDE-Präsidium.

Schröppel unterstellt in diesem Szenario, dass nicht nur der Ausbau regenerativer Energien signifikant steigt, sondern auch die Kernenergie auf heutigem Niveau weiter genutzt werde. Die von Experten der Energietechnischen Gesellschaft im VDE ausgearbeitete Studie prognostiziert für das Jahr 2020 eine gegenüber 2006 deutlich veränderte Energienutzung. So werde der Wärmebedarf um bis zu 50 Prozent abnehmen - einerseits als Folge des Energiesparens, andererseits weil die Bevölkerung schrumpfe. Demgegenüber steigt nach VDE-Prognose die Stromnachfrage um zehn Prozent, und Strompreise würden um ein knappes Drittel klettern. Zwar benötigten die einzelnen Verbrauchsgeräte dank verbesserter Technik immer weniger Strom, doch deren absolute Menge werde bis zum Jahr 2020 zunehmen.

Während in der Industrie der Stromverbrauch leicht sinken werde (minus 0,85 Prozent) und auch bei Beleuchtungskörpern (minus 0,8 Prozent) eine Abwärtstendenz zu erkennen sei, werde der Effekt durch andere Mehrverbraucher wieder aufgezehrt. Wachsenden Stromhunger sieht der VDE in der Informations- und Telekommunikationstechnik (plus 3,0 Prozent), in Gewerbe/Handel/Dienstleistung (plus 1,8 Prozent), Verkehr (plus 0,8 Prozent), im Haushalt (plus 1,4), aber auch durch die zunehmende Klimatisierung von Räumen (plus 2,0 Prozent).

Mehr Strom aus Wind, Sonne und Biogas: Solch dezentral angesiedelter Energieversorgung trauen die VDE-Experten bis 2020 einen Anteil von 25 Prozent zu. Nach Ansicht des VDE lassen sich die Ziele der EU, den Anteil erneuerbarer Energien auf 22 Prozent und die Energie aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage auf 18 Prozent zu steigern, auch nur mit dem Mix aus zentraler und dezentraler Energieversorgung erreichen.

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