Vereinigte Arabische Emirate
Ein Berg für den Wüstenstaat

Regen ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein seltener Gast. Das soll sich ändern: US-Forscherer arbeiten im Auftrag des Wüstenstaats am Konzept für einen künstlichen Berg, der für mehr Regen sorgen soll.

BerlinSteigungsregen nervt: Wolken prallen auf einen Hang, kühlen unter dem Taupunkt ab und es regnet. Wer am Hang wohnt, bekommt viel Wasser von oben ab. Was Hangbewohner hierzulande mitunter nervt, ist anderswo beabsichtigt: In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) soll ein Berg aufgeschüttet werden, um mehr Niederschläge zu erzeugen.

Ein Berg bringe die Luft dazu aufzusteigen und so Wolken zu bilden, erläutert das in Dubai erscheinende Wirtschaftsmagazin Arabian Business. Die Wolken sollen dann von selbst abregnen, oder sie werden geimpft, damit sie abregnen. Im vergangenen Jahr gaben die VAE über eine halbe Million US-Dollar für das Wolkenimpfen oder Cloud Seeding aus. In der Region fallen nur wenige Zentimeter Regen im Jahr.

Das Konzept stammt von Forschern um Roelof Bruintjes vom National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder im US-Bundesstaat Colorado. Das NCAR ist ein Forschungsinstitut für Atmosphärenwissenschaft, das getragen wird von der University Corporation for Atmospheric Research (UCAR), einem Konsortium aus etwa 100 US-Universitäten, die in diesem Bereich arbeiten.

Bruintjes entwickelt derzeit mit seinem Team ein Modell, wie der Berg aussehen müsste: Sie versuchten herauszufinden, wie sich die Form des Berges auf das Wetter auswirke, wie hoch der Berg sein müsse, welche Form die Hänge haben sollten, sagte Bruintjes dem Wirtschaftsmagazin. Erste Ergebnisse sollen im Sommer vorliegen.

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Ein Berg für den Wüstenstaat

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