Verteidigungssystem
Mikrowellen sollen Flughäfen schützen

Das neue Verteidigungssystem des US-Rüstungskonzern Raytheon soll Flugzeuge beim Start und bei der Landung gegen Angriffe von mobilen Boden-Luft-Raketen schützen. Dann sind die Flugzeuge am verwundbarsten. An drei Airports soll das System nun getestet werden.

ali LE BOURGET. Die Tests sollen laut Raytheon in Kürze beginnen, die Namen der beteiligten Flughäfen wurden nicht genannt. „Es ist effizienter und wirksamer, die Flughäfen gegen Raketenangriffe zu schützen, als jedes Flugzeug mit einem eigenen Raketen-Abwehrsystem auszurüsten“, sagte Torkel Patterson, bei Raytheon zuständig für die internationale Strategie, dem Handelsblatt. Das System nutzt keine Raketen, um feindlichen Beschuss abzuwehren. Stattdessen sollen feindliche Raketen mit einem konzentrierten elektro-magnetischen Strahl von ihrem Ziel abgelenkt werden. Das System ist aber noch in der Entwicklung und soll nun mit den ersten Tests zeigen, dass es die Erwartungen erfüllt.

Raytheon ist einer der großen US-Rüstungskonzerne, das Unternehmen setzte vergangenes Jahr rund 20 Mrd. Dollar um. 75 Prozent des Geschäfts macht Raytheon in seinem US-Heimatmarkt. Die Spezialität von Raytheon sind Raketen, das Unternehmen ist einer der Hauptwettbewerber der europäischen MBDA. Raytheon rüstet auch europäische Streitkräfte mit den Raketen Patriot, Hawk und Tomahawk aus. In Deutschland ist Raytheon unter anderem mit der Tochter Anschütz in Kiel vertreten, die Schiffsteuerungssysteme entwickelt.

„Im europäischen Rüstungsmarkt können wir dann Erfolg haben, wenn wir als lokales Unternehmen auftreten“, sagte Patterson. Ähnlich wie bei der französischen Thales bewerben sich bei Raytheon jeweils lokale Tochterfirmen um Aufträge. Derzeit sind die Amerikaner in Europa vor allem in Großbritannien aktiv, wo sie sich in Konsortien um zwei Aufträge bewerben. Eines ist das „Defense Training Review“-Programm (DTR), das ein Volumen von bis zu 20 Mrd. Dollar verteilt auf zwanzig Jahre erreichen kann. Bei DTR geht es um die Entwicklung von Ausbildungselementen für die britischen Streitkräfte. Ferner tritt Raytheon zusammen mit British Telecom gegen Lockheed Martin an, um ein neues Einwanderungskontroll-System aufzubauen.

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