Viele RFID-Projekte starten
Funkchip-Technologie steht kurz vor der Marktreife

Die Entwickler der RFID-Technik unterstützen mit Testlabors die Einführung der Technologie in den Unternehmen.

DÜSSELDORF. Intelligente Etiketten, die sich ohne Sichtkontakt auslesen lassen, sollen künftig Barcodes ersetzen und die Lagerhaltung optimieren. Noch wird die Technik nur in einigen Pilotprojekten eingesetzt, doch Marktforscher sind sich sicher, dass die Testphase bald vorbei ist. „Die RFID (Radio Frequency Identification)-Technologie steht in Europa vor dem Durchbruch“, fasst die britische Unternehmens- und IT-Beratungsgruppe LogicaCMG das Ergebnis einer aktuellen Umfrage zusammen. Danach will die Hälfte der befragten 50 europäischen Unternehmen RFID-Projekte noch in diesem Jahr starten. Der Fokus der Anwendungen liegt vorerst auf wieder verwertbaren Transportbehältern wie Kisten und Paletten. Auf einzelnen Produkten sollen die so genannten Transponder erst ab dem Jahr 2008 eingesetzt werden.

RFID-Experten wie Siemens und Infineon oder der Spezialist für den Elektronischen Datenaustausch (EDI), die Seeburger AG, nutzen nun die Aufbruchstimmung und bieten Unternehmen, die eine Einführung der berührungslosen Erfassungstechnik im Blick haben, verstärkt Unterstützung an: Infineon hat Ende März sein weltweit erstes RFID-Zentrum in Wien eröffnet und der Geschäftsbereich Business Services von Siemens ist an dem Funkchip-Testlabor der Fraunhofer Gesellschaft beteiligt, das Ende Juni in Magdeburg eröffnet wird.

Seeburger unterstützt die Firmen beim Test der Technik im eigenen Betrieb und bietet RFID-Infrastruktur und Services zur Miete oder als Leasingmodell an. Mit der Logistik- Plattform sollen Investitionsrisiken für den Aufbau einer RFID-gestützten Prozesskette minimiert werden: Die Transponder stellt Seeburger, die Betriebskosten verteilen sich auf alle Teilnehmer.

„Die größte Herausforderung bei der Einführung der neuen Erfassungstechnik besteht in der Integration in die vorhandene Informations- und Kommunikationstechnik“, sagt Frank Gillert, Leiter Business Development „Ident Solutions“ bei Infineon Technologies. Der Halbleiterhersteller hat hier in zahlreichen Projekten Erfahrungen gesammelt und bringt sein Know-how bei der Beratung der Kunden ein. Gezeigt werden im RFID-Lösungscenter in Graz Komplettlösungen – vom Auslesen und Beschreiben der Chips bis hin zur Verarbeitung der erfassten Daten zum Beispiel in Logistiksystemen. Dabei verwendet der Halbleiterhersteller nicht nur Chips, die im eigenen Unternehmen entwickelt wurden, sondern ist offen auch für Entwicklungen anderer Firmen.

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