Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
Biogas-Anlage kann Strom produzieren

Eine Forschergruppe aus Potsdam hat nach eigenen Angaben erste Tests zur effizienteren Verstromung von Biogas erfolgreich abgeschlossen. Mit einer Brennstoffzelle, die einem erdgasgetriebenen Hausenegeriesystem ähnelt, könne so auch mit organischen Gasen gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt werden, sagt Volkhard Scholz, der die Projektgruppe am Institut für Agrartechnik Bornim e.V. (ATB) leitet.

HB DÜSSELDORF. Nach den Probeläufen der Biogas-Brennstoffzelle könne man nun die verhältnismäßig preiswerte PEM-Technologie auch für BiogasAnlagen anbieten. Die so genannte Polymer-Elektrolyt-MembranBrennstoffzelle sei bisher nur im Erdgasbetrieb erprobt worden.

Im Unterschied zum Erdgas weist Biogas eine geringere Energiedichte auf und enthält schädliche Begleitgase, die eine zusätzliche Gasreinigung erforderlich machen. Das in einer ATB-Pilotanlage zur Feststoffvergärung erzeugte Biogas wird deshalb in einer Vorstufe entschwefelt und zu einem wasserstoffreichen Gas reformiert, bevor es durch eine Brennstoffzelle mit einem Kilowatt Leistung geleitet wird. Die Wirkungsgrade seien mit dem neuen Verfahren um mehr als ein Drittel gesteigert worden.

Die Ergebnisse bestätigen nach Ansicht der Wissenschaftler die grundsätzliche Eignung der PEM-Brennstoffzelle für Biogas. Die Einsatzmöglichkeiten seien vielfältig: „Gerade bei kleinen und mittleren Biogasanlagen führen höhere elektrische Wirkungsgrade, geringe Abgasemissionen und ein leiser, wartungsarmer Betrieb zu einer Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit“, so Ralf Schmersahl, Forscher am ATB. Damit sei das System in Zukunft auch denkbar für eine dezentrale Energieversorgung im ländlichen Raum.

Insgesamt sei die Kombination von Biogas und Brennstoffzelle günstig: Eine regenerative Energiequelle treffe so auf eine Technologie mit hohem Wirkungsgrad.

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