Virtuelle Zäune
Kühe hüten mit ein paar Mausklicks

Statt Zäune um die Weiden zu ziehen, können Bauern ihren Tieren künftig elektronische Halsbänder umhängen. Diese Halsbänder empfangen drahtlos die Information, wohin Kuh oder Schaf gehen darf und wohin nicht.

wsa HAMBURG. Bei Überschreiten der am Computer festgelegten Grenze können die Halsbänder unangenehme Töne und leichte Elektroschocks von sich geben. US-Forscher präsentierten erstmals eine Software, mit der die Zäune sogar frei verschoben werden können. Damit lassen sich ganze Herden vom Computerbildschirm aus auf neue Weiden dirigieren.

Robotikforscher am Dartmouth College haben die bekannte Idee der virtuellen Zäune weiterentwickelt. Mit einer statischen Version dieser Technik hatten sie erfolgreich zehn Kühe auf einer einen Quadratkilometer großen Wiese in Vermont im Zaum gehalten. Die veränderbare Variante des virtuellen Zauns erprobten die Forscher bisher nur an einer „Herde“ Studenten. Das noch etwas sperrige Halsband ist mit einem GPS-Empfänger, einem Handcomputer und einer Funknetzwerkkarte (WLAN) ausgestattet.

Die Forscher sehen einen Einsatz vor allem in Flächenländern wie Australien oder Argentinien, wo Rinderherden teilweise per Hubschrauber überwacht werden. Unklar ist aber noch, wie sich das System gegen Stromausfall oder Hacker schützen lässt und ob die „unsichtbare Bedrohung“ bei den Tieren Stress auslöst.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%