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Vögel trotz winterlicher Temperaturen in Frühlingsstimmung

Trotz winterlicher Temperaturen sind in der Vogelwelt bereits Frühlingsgefühle ausgebrochen. „Vögel sind nicht so kälteempfindlich wie wir Menschen“, sagte der Leiter der Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, Klaus Richarz, in einem dpa-Gespräch.

dpa FRANKFURT/MAIN. Trotz winterlicher Temperaturen sind in der Vogelwelt bereits Frühlingsgefühle ausgebrochen. „Vögel sind nicht so kälteempfindlich wie wir Menschen“, sagte der Leiter der Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, Klaus Richarz, in einem dpa-Gespräch. Auf die Tiere wirke in erster Linie die Tageslänge stimulierend. „Je heller es draußen ist, desto eher geraten die Vögel in Sexlaune“, erklärte der Vogelexperte.

In Parks und Wäldern habe die Balz begonnen. Wie für die Jahreszeit üblich, seien vor allem Eulen und Spechte auf Partnersuche, sagte Richarz. Auch Mittelstreckenzieher wie der Kranich seien bereits aus dem Süden zurück und fleißig in Sachen Partnerwahl unterwegs. Der Uhu sei vielen anderen Vögeln sogar einen Schritt voraus: „Der Vogel des Jahres ist bereits mit der Eiablage beschäftigt.“

Noch nicht so aktiv sind einige andere heimische Vögel. „Die Amsel hält noch weitestgehend den Schnabel“, berichtete der Vogelexperte. Es könne aber nicht mehr lange dauern, bis sich die Männchen erste Revierkämpfe lieferten. Dann sei es auch nicht verwunderlich, wenn so manches Amselmännchen einen Krokus attackiere. „Vor allem gelbe Krokusse sind ein optimaler Auslöser.“ Die Farbe erinnere die Vögel an den gelben Schnabel und die Augenringe der Konkurrenten.

Bis der Winter das Verhalten der Vögel wieder beeinträchtige, müsse es noch erheblich kälter werden, sagte Richarz. Gegen die kalten Temperaturen seien die Tiere mit ihrem Gefieder ideal gewappnet. Beim Aufplustern erwärme sich die Luft zwischen den Federn. „Auf diese Weise halten heimische Vögel auch arktische Temperaturen aus.“

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