Vogelzug
Epische Reise eines kleinen Singvogels

Der winzige Steinschmätzer leistet Großes: Jedes Jahr reist der kaum 25 Gramm schwere Vogel 30.000 Kilometer zwischen Brut- und Winterquartier – über Ozeane und Wüsten hinweg.
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HeidelbergDank des technischen Fortschritts konnten Ornithologen nun eine weitere fliegerische Meisterleistung aus der Vogelwelt enthüllen: Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) aus der kanadischen Arktis reisen mehr als 14.500 Kilometer, um von ihren Brutplätzen im hohen Norden ins Winterquartier südlich der Sahara zu gelangen.

Im Frühjahr legen sie auf dem Rückweg die gleiche Strecke wieder zurück – eine der längsten Zugrouten für Singvögel. Besonders beeindruckte die Forscher um Heiko Schmaljohann von der Vogelwarte Helgoland, dass die 25 Gramm leichten Steinschmätzer dazu nicht nur die unwirtliche Sahara überqueren, sondern sogar 3.500 Kilometer über den Nordatlantik fliegen.

Die Art besitzt eines der größten Brutgebiete unter den Singvögeln, das neben großen Regionen Eurasiens auch Grönland, Teile Kanadas und Alaskas umfasst. Lange blieb aber unklar, wo die Tiere aus der westlichen Population in Nordamerika überwintern und welche Zugrouten sie dazu einschlagen: Von den klassischen Zugrouten und Winterquartieren in der Neuen Welt lagen bislang keine Sichtungen des Vogels vor.

Schmaljohann und seine Kollegen statteten deshalb insgesamt 46 Individuen aus Kanada und Alaska mit winzigen, nur 1,2 Gramm schweren Empfangsgeräten und Datenschreibern aus, die die jeweilige Position ihrer Träger via Satellitensignalen aufzeichneten. Erst diese Miniaturisierung ermöglichte die Studie.

Vier dieser Datenlogger konnte das Team später in Nordafrika sicherstellen und auswerten. Außerdem analysierten die Biologen die Verteilung bestimmter Isotope im Gefieder der Steinschmätzer, die sie mit den bekannten Signaturen dieser Isotope aus Afrika verglichen.

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Überraschendes Ergebnis

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  • Ein Supervogel! Die Natur hält immer noch die größten Wunder bereit und stellt die modernste Technik in den Schatten. Glückwunsch an die Biologen zu diesen Forschungsergebnissen. Und danke ans HB für den interessanten Bericht.

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