Volksrepublik schickt zum zweiten Mal Astronauten ins All
China greift nach den Sternen

China hat am Mittwoch seinen zweiten bemannten Flug ins All gestartet. Erstmals sollen dabei zwei chinesische Raumfahrer mehrere Tage im All verbringen. Die Regierung in Peking hat den ursprünglich für Donnerstag vorgesehenen Start des Raumschiffes „Shenzhou VI“ (Magisches Schiff) auf heute vorgezogen. Grund war eine anrückende stürmische Kaltwetterfront.

HB/hof PEKING. Das gesamte Projekt unterlag bis zuletzt strengster Geheimhaltung. Die beiden so genannten Taikonauten (tai kong bedeutet auf Chinesisch Weltall) Fei Junlong und Nie Haisheng wurden in ihrer Kapsel „Shenzhou VI“ von der nordwestlichen Provinz Gansu aus in die Erdumlaufbahn geschossen. Nach fünf Tagen soll die Raumkapsel dann in der Inneren Mongolei wieder landen.

Ministerpräsident Wen Jiabao verabschiedete Fei und Nie persönlich am Kontrollzentrum Jiuquan in der chinesischen Wüste. „Es gibt nichts, worüber wir uns Sorgen machen müssten“, zitierte das staatliche Fernsehen die beiden Raumfahrer kurz vor dem Start. „Wir sehen uns in Peking.“ Fei und Nie warem unter 14 Kampfpiloten für den Einsatz ausgewählt worden.

Das Fernsehen übertrug den Start live. Bilder aus dem Innern der Kapsel zeigten die beiden Taikonauten winkend und lachend, nachdem sie die Erdumlaufbahn erreicht hatten. Dem Bericht zufolge gönnten sie sich dann erst einmal ein Frühstück, das aus Ananas-Keksen bestand. Am Montag sollen sie zur Erde zurückkehren und voraussichtlich in der Mongolei landen.

Der zweite bemannte Weltraumflug der Republik bestimmt seit Tagen die landesweite Berichterstattung. „Wir sollten niemals in unseren Bemühungen nachlassen, das Geheimnis des Weltalls zu erforschen“, sagte der 41-jährige Nie etwa im Gespräch mit der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die den Taikonauten auch den „Cowboy“ nennt. Die Regierung hat sich vorgenommen, das Land zu einer Weltraummacht zu entwickeln wie Russland und die USA. Sie betonte immer wieder, mit der Technologie friedliche Zwecke zu verfolgen.

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