Vorbereitung auf Außeneinsatz
US-Shuttle „Discovery“ erreicht die ISS

Nach der Ankunft der US-Raumfähre „Discovery“ an der Internationalen Raumstation ISS beginnt für die sieben Astronauten Schwerstarbeit. Wichtigste Aufgabe ist es, den vierten und letzten Solarflügel anzubringen und damit die Stromversorgung der ISS zu sichern.
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dpa WASHINGTON. Bereits am Donnerstag müssen zwei Astronauten zu Montagearbeiten in die Schwerelosigkeit des Alls. Der „Weltraumspaziergang“ soll um 18.13 Uhr MEZ beginnen und gut sechs Stunden dauern.

Am Dienstagabend war der Shuttle nach zweitägiger Reise angekommen. Knapp zehn Minuten später als geplant legte „Discovery“ an der ISS an. “Das Andocken ist wie im Bilderbuch gelungen“, schwärmte eine Sprecherin im Nasa-Kontrollzentrum in Houston im Bundesstaat Texas. Um 22.19 Uhr MEZ hatte der Shuttle sein schwieriges Manöver beendet und am vorgesehenen „Parkplatz“ angedockt - derweil die Station in mehreren hundert Kilometern Höhe über Australien hinwegflog.

Der neue Solarflügel ist äußerst wichtig für den Ausbau der ISS. Bereits im Mai soll die Besatzung von derzeit drei auf sechs Mann aufgestockt werden - ohne die vom vierten Flügel gelieferte Energie geht es dann nicht mehr. Im Gepäck der „Discovery“ sind auch Ersatzteile für eine supermoderne Wasser-Recycling-Anlage, die aus Urin und der Feuchtigkeit der Atemluft der Astronauten Trinkwasser aufbereiten kann. Die Vorrichtung war zwar schon Ende vergangenen Jahres installiert worden, funktionierte aber nicht wie gewünscht.

Ursprünglich hätte sich die „Discovery“ schon Anfang Februar auf den Weg machen sollen, doch hartnäckige Probleme mit Ventilen am Außentank sowie ein Leck an einer Wasserstoffleitung führten zu mehreren Startverzögerungen.

Der Flug der „Discovery“ ist der erste von fünf geplanten Shuttle- Starts in diesem Jahr. Die Mission soll 13 Tage dauern.

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