Weltaidskonferenz
Gegen Aids bleibt noch viel zu tun

27 Jahre nach ihrem Ausbruch hat sich die Aids-Epidemie auf einem erschreckend hohen Niveau stabilisiert. In Mexiko-Stadt treffen sich deshalb von Sonntag an 25 000 Forscher, Ärzte, Politiker und Aktivisten, um über die Eindämmung des HI-Virus zu beraten. Der jüngste Unaids-Bericht zeigt, wie dringend rasche Maßnahmen sind.

MEXIKO-STADT. Weltweit wurden 2007 rund zehn Mrd. Dollar für die Versorgung von Aids-Patienten aufgewendet. Doch noch längst haben nicht alle Infizierten Zugang zu Behandlung und Betreuung - und auch für die Prävention wird in vielen Teilen der Welt noch viel zu wenig getan. In Mexiko-Stadt treffen sich deshalb von Sonntag an 25 000 Forscher, Ärzte, Politiker und Aktivisten, um über die Eindämmung der Aids-Epidemie zu beraten. Es ist die 17. Welt-Aids-Konferenz, und die erste, die in Lateinamerika stattfindet. "Wir haben es geschafft, eine tödliche Krankheit in eine chronische zu verwandeln, mit der man leben kann, aber es bleibt noch sehr viel zu tun", umreißt Konferenzpräsident Pedro Cahn das Motto des Welt-Treffens.

Der jüngste Bericht des Aids-Programms der Vereinten Nationen (Unaids), der diese Woche vorgestellt wurde, zeigt, wie dringend rasche Maßnahmen sind. 27 Jahre nach ihrem Ausbruch hat sich die Epidemie auf einem erschreckend hohen Niveau stabilisiert. Laut Unaids waren Ende 2007 weltweit 33 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert.

Nach wie vor ist Zentral- und Südafrika mit weitem Abstand die am härtesten betroffene Region. Dort leben mit 22 Millionen zwei Drittel aller HIV-Infizierten. Alarmierend ist laut Uno außerdem die Ausbreitung der Epidemie in Osteuropa und Zentralasien. Seit 2001 haben sich dort die HIV-Infektionen fast verdreifacht: auf insgesamt auf 1,5 Millionen Fälle.

In Lateinamerika sind rund 1,7 Millionen Menschen infiziert, alleine ein Drittel davon in Brasilien, dem bevölkerungsreichsten Land. Statistisch sprengt aber die Karibik den Rahmen. 230 000 HIV-Positive vor allem in Haiti und der Dominikanischen Republik machen die Karibik zu der Region, die nach Schwarzafrika am härtesten mit der Epidemie zu kämpfen hat.

Auch die Todes- und Infektionszahlen sind besorgniserregend. Vergangenes Jahr starben weltweit rund 5 700 Erkrankte pro Tag, insgesamt knapp zwei Millionen Menschen. Zugleich steckten sich täglich 7 500 Menschen - im Jahr rund 2,7 Millionen - mit dem tödlichen Virus an. "Jede Sekunde, die wir verlieren und jeder Schritt, den wir nicht machen, verwandelt sich in Infektionen und Tote, die wir vermeiden können", sagt Konferenzpräsident Cahn.

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