Forschung + Innovation
Weltgrößtes optisches Teleskop wird in Arizona eröffnet

Das mit deutscher Beteiligung gebaute weltgrößte optische Teleskop wird an diesem Samstag offiziell eröffnet. Nach achtjähriger Bauzeit können die Forscher künftig vom Mount Graham im US-Bundesstaat Arizona so detailliert in den Kosmos spähen wie nie zuvor.

dpa WASHINGTON. Das mit deutscher Beteiligung gebaute weltgrößte optische Teleskop wird an diesem Samstag offiziell eröffnet. Nach achtjähriger Bauzeit können die Forscher künftig vom Mount Graham im US-Bundesstaat Arizona so detailliert in den Kosmos spähen wie nie zuvor.

Das betonte die ebenfalls beteiligte Universität von Arizona im Vorfeld. Das Large Binocular Telescope (LBT) hat den Angaben zufolge eine zehnfach größere Leistung als das Weltraumteleskop „Hubble“. Damit werde die „Erforschung des Weltraums auf eine neue Stufe gehoben“, hieß es von der Hochschule.

Das rund 120 Mill. Dollar (98 Mill. Euro) teure Teleskop arbeitet wie ein gigantischer Feldstecher mit zwei Spiegeln. Beide können zusammen so viel Licht auffangen wie kein anderes Teleskop. Damit werden auch sehr viel lichtschwächere Himmelskörper für die Astronomen sichtbar. Nach Berechnungen deutscher Forscher könnte man damit sogar das Licht einer brennenden Kerze noch in 2,5 Mill. Kilometern Entfernung nachweisen.

Umweltschutzorganisationen und Indianergruppen haben Zeitungsberichten zufolge allerdings Proteste angekündigt, weil das Observatorium auf einem heiligen Berg der Indianer und zudem in einem besonderen Ökosystem errichtet worden sei.

An dem Projekt sind zu einem Viertel fünf deutsche Institute beteiligt, die drei Max-Planck-Institute für Astronomie (Heidelberg), extraterrestrische Physik (Garching bei München) und Radioastronomie (Effelsberg bei Bonn), sowie das Astrophysikalische Institut Potsdam (AIP) und die Landessternwarte Heidelberg. Die Beobachtungszeit teilen sie sich mit den drei anderen Anteilseignern, der Universität von Arizona, dem Istituto Nazionale di Astrofisica aus Italien und der Research Corporation aus Tucson in Arizona.

Nachdem das Observatorium am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, folgt am Samstag die feierliche Eröffnungszeremonie.

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