Weltraum
Milliarden erdähnliche Planeten in der Milchstraße

Der Planetenjäger Kepler ist inzwischen defekt, aber die von dem Weltraumteleskop gesammelten Daten verblüffen nach wie vor die Forscher. Denn sie zeigen, dass die Suche nach einer zweiten Erde bald Erfolg haben könnte.
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WashingtonJeder fünfte sonnenähnliche Stern in unserer Milchstraße besitzt einen erdähnlichen Planeten, der sich in Temperaturzonen befindet, die nicht zu heiß oder zu kalt für Leben sind. Das hat eine statistische Auswertung der Beobachtungsdaten des Weltraumteleskops „Kepler“ ergeben, über die Forscher aktuell in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften („PNAS“) berichten.

Demnach beherbergt unsere Heimatgalaxie mindestens 8,8 Milliarden erdähnliche Planeten. Mit anderen Worten: Es gibt mehr erdähnliche Planeten in der Galaxis als Menschen auf der Erde.

„Das heißt, wenn man zu den Tausenden von Sternen am Nachthimmel hochschaut, ist der nächste sonnenähnliche Stern mit einem erdgroßen Planeten in seiner bewohnbaren Zone vermutlich nur zwölf Lichtjahre entfernt und mit dem bloßen Auge sichtbar“, erläuterte Hauptautor Erik Petigura von der Universität von Kalifornien in Berkeley in einer Mitteilung der Hochschule. „Das ist verblüffend!“

Der inzwischen defekte Planetenjäger „Kepler“ der US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte rund 150.000 Sterne auf Planeten untersucht, die von der Erde aus gesehen vor ihrem Heimatstern vorbeiwandern und ihn damit vorübergehend ganz leicht abdunkeln. Das Forscherteam hatte darunter 42.000 Sterne identifiziert, die unserer Sonne ähneln.

Bei diesen Sternen hatte „Kepler“ insgesamt 603 Planetenkandidaten erspäht. 10 davon sind in etwa erdgroß und umkreisen ihren Stern in der sogenannten bewohnbaren Zone, wo lebensfreundliche Temperaturen herrschen.

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