Weltraum
Rendezvous geglückt: Shuttle an ISS angedockt

Nach seinem Start am Mittwoch hat der Space-Shuttle „Endeavour“ am Freitag an der Internationalen Raumstation ISS angedockt - acht Minuten früher als geplant. Auf die Astronauten wartet viel Arbeit. Sie müssen die Schäden am Hitzeschild des Orbiters untersuchen, die beim Start entstanden sind und möglicherweise einzelne Kacheln ersetzen.
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HB WASHINGTON. „Sie (die Crew) konnten es einfach nicht abwarten“, scherzte ein Nasa-Sprecher in der Bodenzentrale in Houston (Texas). Hauptaufgabe während der insgesamt 16-tägigen Shuttle-Mission ist der weitere Ausbau der ISS. So sollen Astronauten eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform an der Außenwand des japanischen Raumlabors „Kibo“ anbringen. Darauf sollen später Geräte für Experimente im All installiert werden, darunter eine Röntgenkamera und Instrumente zur Untersuchung von kosmischem Staub.

Insgesamt sind fünf Außeneinsätze geplant, der erste bereits an diesem Samstag. Zusammen sollen die Arbeiten im Freien - darunter auch mehrere Reparaturen - über 30 Stunden dauern. Zugleich müssen die Astronauten Schäden am Hitzeschild des Orbiters untersuchen, die beim Start entstanden sind. Der „Panzer“ von Kacheln ist nötig, um die Raumfähre beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre vor der extremen Reibungshitze und damit vor einem Verglühen zu schützen.

Mit der Ankunft des Shuttles wird es eng im Außenposten im All. Die Raumfähre bringt sieben Astronauten mit, die ISS hat sechs Dauerbewohner: Noch nie zuvor haben sich 13 Menschen auf einmal in der ISS aufgehalten. Und das Treffen ist wahrlich international: Unter den Raumfahrern sind Kanadier, Europäer, Japaner und Russen. Wenn der Shuttle wieder abdockt, bleibt der 46-jährige Tim Kopra in der ISS zurück. Er löst den Japaner Koichi Wakata als Mitglied der Langzeitbesatzung ab.

Die „Endeavour“ war am Mittwoch im sechsten Anlauf zur Station aufgebrochen, nachdem vorherige Startversuche an Wetterbedingungen und technischen Problemen gescheitert waren. Die Rückkehr zur Erde ist für den 31. Juli geplant.

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