Weltraumforschung
Nasa-Sonde auf dem Weg zum Mars

Mit zweitägiger Verspätung ist am Freitag die neue Mars-Sonde der Nasa an Bord einer Atlas-V-Rakete ins All gestartet. Die US-Weltraumbehörde kann nach mehreren Pannen zunächst einmal aufatmen.

HB WASHINGTON. Am Freitag stieg in Cape Canaveral eine Rakete mit der Sonde in den strahlend blauen Himmel über Florida - im dritten Anlauf. Der von ihr auf den Weg gebrachte „Mars Reconnaissance Orbiter“ (MRO) soll den Nachbarplaneten der Erde genauestens erkunden. In wenigen Jahrzehnten will die Nasa den ersten Menschen zum Mars schicken, und die neue Sonde soll herausfinden, ob das überhaupt möglich ist. Geplant ist, dass die Menschen mit Nachfolgern der derzeitigen Raumfähren und dem Mond als Zwischenstation zum Mars reisen.

Wenige Stunden vor dem Start der Mars-Sonde lieferte ein Nasa- Sprecher jedoch weitere Hinweise darauf, dass die Raumfähre „Atlantis“ nicht wie geplant im September starten kann. „Das Problem mit dem Isolierschaum ist noch nicht gelöst“, sagte Bill Gerstenmaier, der die Startprobleme bei der „Discovery“ Ende Juli untersucht. Damals hatten einige vom Haupttank abgeplatzte Isolierteile den Hitzeschild der Fähre beschädigt. Von den 1900 Kilogramm Isolierschaum seien zwar nur drei Teile mit zusammen einem halben Kilo abgefallen. Allerdings hatten genau solche Probleme vor zweieinhalb Jahre die „Columbia“ zum Absturz gebracht, die sieben Astronauten mit in den Tod riss.

Auch der Start des „Mars Reconnaissance Orbiters“ wurde zwei Mal um jeweils 24 Stunden verschoben, bevor er sich auf seine 500 Mill. Kilometer lange Reise machte. Sieben Monate soll der Orbiter, mit sechseinhalb Metern Höhe und gut zwei Tonnen Gewicht die größte Mars-Sonde der Nasa seit 30 Jahren, unterwegs sein. Dann soll er in eine Umlaufbahn um den Mars einschwenken.

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