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Weniger Jugendliche rauchen

Immer weniger Jugendliche in Deutschland rauchen. Dennoch greift jeder fünfte 12- bis 17-Jährige zur Zigarette. Das hat eine repräsentative Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Bzga) zum Weltnichtrauchertag ergeben.

dpa HAMBURG. Immer weniger Jugendliche in Deutschland rauchen. Dennoch greift jeder fünfte 12- bis 17-Jährige zur Zigarette. Das hat eine repräsentative Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Bzga) zum Weltnichtrauchertag ergeben.

Danach ist der Anteil der jugendlichen Raucher seit 2001 von 28 auf heute 20 Prozent gesunken. Jungen liegen mit 21 Prozent nur leicht vor den Mädchen (19), wie die Bundeszentrale am Dienstag in Köln berichtete.

„Wir haben heute ein gesellschaftliches Klima, in dem Nichtrauchen immer mehr zum selbstverständlichen Verhalten wird“, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, in Berlin. „Besonders freue ich mich, dass Rauchen bei Jugendlichen zunehmend uncool wird“, sagte Caspers-Merk anlässlich des Starts der EU-Jugendkampagne „Help“. Wer früh mit dem Rauchen anfange, habe in der Regel als Erwachsener große Probleme aufzuhören.

Derweil werden die Regeln gegen das Rauchen im In- und Ausland immer strikter. Niedersachsens Gesundheitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) erklärte in Hannover symbolisch den ersten Raucherwaggon eines Nahverkehrszugs in Niedersachsen zur rauchfreien Zone. Nach Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Baden-Württemberg sollen auch in Bremen und Niedersachsen die Raucherabteile bis Jahresende aus den Nahverkehrszügen verschwinden.

Nach dem Vorbild von Italien, Irland, Norwegen und Malta ist von diesem Mittwoch an auch in Schweden das Rauchen in Restaurants, Bars und Cafés tabu. Auch Großbritannien, Portugal und Lettland planen nach Angaben des Adac ein Rauchverbot. In Griechenland läuft dagegen die EU-Kampagne gegen das Rauchen ins Leere. Nur fünf Prozent der griechischen Raucher haben in den vergangenen Jahren dem Tabak abgeschworen, wie Mediziner in Athen berichteten.

Die indische Regierung kündigte unterdessen an, Rauchen vom Bildschirm zu verbannen, weil immer mehr Jugendliche und Frauen zum Glimmstängel griffen. Betroffen seien unter anderem so genannte Bollywood-Filme und Fernsehshows, sagte Gesundheitsminister Anbumani Ramadoss nach einem Bericht der Nachrichtenagentur PTI. Als Bollywoodfilme werden in Anlehnung an das kalifornische Hollywood die zahlreichen Produktionen aus der indischen Filmmetropole Bombay bezeichnet.

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