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Wer fand Ötzi? - Gericht in Bozen entscheidet

Der Jahre lange Streit, wer der rechtmäßige Entdecker der weltberühmten Gletscherleiche Ötzi ist, geht Anfang nächsten Jahres in die entscheidende Runde. 15 Jahre nach dem spektakulären Mumienfund will das Oberlandesgericht in Bozen in Südtirol endgültig entscheiden.

dpa BOZEN. Der Jahre lange Streit, wer der rechtmäßige Entdecker der weltberühmten Gletscherleiche Ötzi ist, geht Anfang nächsten Jahres in die entscheidende Runde. 15 Jahre nach dem spektakulären Mumienfund will das Oberlandesgericht in Bozen in Südtirol endgültig entscheiden.

Entweder kommt die „Ehre des Ötzifinders“ im September 1991 dem Nürnberger Ehepaar Erika und Helmut Simon oder einer Schweizerin und eine Frau aus Slowenien zu.

Wie die Südtiroler Tageszeitung „Dolomiten“ (Bozen) am Freitag weiter berichtete, hat das Gericht die Weichen allerdings bereits eher zu Gunsten der Nürnberger gestellt. Es habe entschieden, dass keine der neuen Zeugenbeweise für das weitere Verfahren zugelassen werden.

Das Gericht hatte bereits 2003 anerkannt, dass die Wanderer aus Nürnberg die rechtmäßigen Finder der 5 300 Jahre alten Gletscherleiche in den Ötztaler-Alpen seien. Doch dann legte die Provinz Südtirol Berufung ein, weil sich andere angebliche Entdecker gemeldet hätten. Der Finder darf auf erheblichen Finderlohn hoffen: Das Land Südtirol stellte der Witwe Simon mittlerweile 50 000 Euro in Aussicht. Sie wolle aber weitaus mehr, heißt es in Bozen.

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